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Politiker wehrt sich für Paare «zweiter Klasse»

Wer in der Kirche heiratet, kann das Lokal auf Jahre hinaus reservieren. Das empfindet SVP-Grossrat Carlo Kilchherr als derart ungerecht, dass er eine Motion einreichte.

Der Thuner SVP-Grossrat Carlo Kilchherr hat im Kanton Bern einen Missstand entdeckt, den er mit einer Motion bekämpft. Ihm, der kantonsweit bekannt wurde, als er in den Thuner Gemeinderat gewählt wurde und das Amt nicht antrat, beklagt eine «Ungleichbehandlung», ja sogar «Diskriminierung». Betroffen seien alle jene Paare, die beschliessen, nicht kirchlich zu heiraten.

Das Problem, das Kilchherr gelöst haben will, ist folgendes: Seit dem 7.April 2003 können die zivilen Traulokale im Kanton Bern höchstens sechs Monate im Voraus reserviert werden. Bei kirchlichen Trauungen hingegen gebe es keine solchen Einschränkungen, hat Kilchherr herausgefunden. So komme es, moniert der Grossrat in seinem Vorstoss, dass beliebte Veranstaltungsorte für Hochzeitsfeiern oder auch speziell begehrte Fotografen oftmals nicht mehr frei seien, wenn man «dann endlich» die Reservation auf dem Zivilstandsamt vornehmen könne.

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