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Notengebung im Kanton Bern - ein «Glücksrad»?

Fachleute kritisieren das Notenreglement an Berner Schulen als «intransparent», erzürnte Eltern sprechen von einem «Willkürsystem». In einem Bericht der Zeitung «Sonntag» nehmen Betroffene Stellung.

Die Notengebung im Kanton sei intransparent und unfair, meine die Eltern von zwei Schülerinnen in Wangen an der Aare.
Die Notengebung im Kanton sei intransparent und unfair, meine die Eltern von zwei Schülerinnen in Wangen an der Aare.
Georgios Kefalas, Keystone

Konkret geht es um die Fälle zweier Schülerinnen in Wangen an der Aare; Beide erhielten im Jahreszeugnis Noten, die nach Meinung ihrer Eltern unter dem Schnitt der in einzelnen Prüfungen erreichten Ergebnisse lagen. Von der Erziehungsdirektion wurden die Eltern mit der Aussage abgespiesen, man könne «die Zeugnisnote heute nicht mehr mit dem Taschenrechner ermitteln», wie es in der Zeitung «Sonntag » hiess. Die Eltern der betroffenen Schülerinnen fühlen sich verschaukelt, es sei komplett intransparent, wie die Noten zu Stande kämen, heisst es weiter.

Berner «Beurteilungsmosaik»demotiviert Schüler

Auch Stefan Wolter, Direktor der Schweizerischen Koordinationsstelle für Bildungsforschung lässt kein gutes Haar am Berner «Beurteilungsmosaik»; das System wirke sich demotivierend auf die Schüler aus. Was die Schüler für eine Note bekommen, werde zu einem «Glücksrad», äussert er sich gegenüber der «Sonntag». Der Ermessensspielraum für die Lehrkräfte in der Notengebung sei im Kanton Bern besonders gross - und damit nicht überpüf- oder nachvollziehbar für Aussenstehende.

Erziehungsirektion wehrt sich

Derweil weist die kantonale Erziehungsdirektion jegliche Vorwürfe zurück. Die Notengebung sei alles andere als intransparent, heisst es. Verschiedene Leistungen könnten sehr transparent nachvollzogen werden.

pd/asu

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