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Naturpark ist auf Erfolgskurs

Mit dem Naturpark Gantrisch geht es vorwärts: Einzig Niedermuhlern, das heute Nachmittag über den Beitritt abstimmt, könnte bei einer Ablehnung das Projekt blockieren. Dort zeichnet sich aber kein Widerstand ab.

Das Gantrischgebiet wird zum Naturpark. Es zeichnet sich eine klare Annahme ab.
Das Gantrischgebiet wird zum Naturpark. Es zeichnet sich eine klare Annahme ab.
Urs Baumann

Heute Nachmittag stimmen die Einwohner von Niedermuhlern, Kirchdorf und Burgistein über den Beitritt zum Regionalen Naturpark Gantrisch ab. Am Montagabend folgt als letzte Parkgemeinde Belpberg, dann ist die «Tagsatzung» vorbei. So nennt Peter Krähenbühl, Präsident des Fördervereins Gantrisch, die Gemeindeversammlungen aller 28 Gemeinden scherzhaft. Bisher ist der Naturpark eine Erfolgsgeschichte: Alle Gemeinden haben zugestimmt. Damit ist die Kandidatur so gut wie gesichert. Einzig ein Nein der Gemeinde Niedermuhlern hätte umfangreiche Neuverhandlungen zur Folge. Das Gemeindegebiet ist innerhalb des Parkgebiets und nicht nur am Rand, die Parkverordnung des Bundes schreibt aber ein zusammenhängendes Parkgebiet vor. Ein Nein aus Niedermuhlern würde den Parkvertrag blockieren. Dadurch wäre die Finanzierung in Gefahr, da die Beitragsgelder wahrscheinlich anderweitig vergeben würden.

«Ich bin zuversichtlich, dass die bisherige Zustimmung ein positives Signal für die vier verbleibenden Gemeinden darstellt», sagt Peter Krähenbühl. Ähnlich tönt es von Stefan Müller, dem Gemeindepräsidenten von Niedermuhlern. Der Gemeinderat steht voll hinter dem Beitritt, ebenso sei es bei einem Grossteil der Bevölkerung. Müller weiss nichts von Widerstand gegen den Park. Allerdings sind solche Prognosen in kleinen Gemeinden riskant: Ein Gegner muss nur wenige Leute mobilisieren, um die Meinung zu kippen.

Ein Nein der drei anderen verbleibenden Gemeinden wäre laut Peter Krähenbühl «sehr bedauerlich». Der Austritt von Kirchdorf, Belpberg oder Burgistein würde bewirken, dass die Parkgrenzen nicht mehr kompakt sind. Der Naturpark wäre aber durch die Ablehnung nicht gefährdet.

Gesuch für Parklabel

Am Dienstag sind die Abstimmungen vorbei. Dann geht es an die Ausarbeitung des Managementplans. Dieser bildet die Grundlage dafür, dass das Parklabel beantragt werden kann. Ende des nächsten Jahres soll das Gesuch beim Bund eingereicht werden.

Daneben werden die bestehenden Projekte weitergeführt, das Marketing wird verstärkt und der Internetauftritt überarbeitet. Die Gemeinden sollen bald als Parkgemeinden gekennzeichnet werden. «Wie die Beschilderung genau aussehen wird, ist momentan noch unklar», sagt Krähenbühl. Doch die Besucher sollen wissen, dass sie im künftigen Naturpark sind.

Ebenfalls nächstes Jahr wird es um die Sitzgemeinde für die Geschäftsstelle und das Infozentrum gehen: Beworben haben sich Schwarzenburg, Riggisberg und Rüeggisberg. Die Mitgliederversammlung entscheidet voraussichtlich in der ersten Hälfte 2010 darüber. Laut Krähenbühl zeichnet sich ein Entscheid für Schwarzenburg oder Riggisberg ab. Die neue Geschäftsstelle wird rund 400 Stellenprozente benötigen. Ein Teil wird neu besetzt: Geschäftsführer Walter Lüthi wird Mitte 2011 pensioniert.

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