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«Naturkatastrophen werden zunehmen – wir werden zahlen müssen»

Ueli Winzenried gibt nach 20 Jahren die Leitung der Gebäudeversicherung Bern (GVB) ab. Er hat den Monopolisten modernisiert und neue Einnahmequellen erschlossen. Denn er erwartet, dass die Schäden wegen der Klimaerwärmung zunehmen werden.

Der 64-jährige Ueli Winzenried tritt als Chef der GVB ab. Foto: Susanne Keller
Der 64-jährige Ueli Winzenried tritt als Chef der GVB ab. Foto: Susanne Keller

Herr Winzenried, kurz nach Ihrem Start als neuer Chef der GVB sorgte der Sturm Lothar für schwere Verwüstungen. Wie haben Sie das erlebt?

Mein Startjahr 1999 wurde wahrlich von Naturkatastrophen geprägt: zuerst der Lawinenwinter, dann grossflächige Überschwemmungen, der schwere Hagel in Laupen – und zum Schluss noch Lothar. Ich fuhr an diesem Tag an die Lenk, es war dunkel, und plötzlich roch es wie bei einer Holzerei. Am nächsten Tag wusste ich wieso, es waren massenhaft Bäume umgeknickt. Wir erhielten 70'000 Schadenmeldungen, die Formulare stapelten sich auf unseren Gängen. Total verzeichneten wir 1999 Elementarschäden von über 300 Millionen Franken.

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