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Mundart im Kindergarten: Erich Hess scheitert erneut

Im Kindergarten wird auch weiterhin nicht nur Mundart gesprochen. Ein Vorstoss, der dies so verlangt hatte, wurde vom Grossen Rat abgelehnt.

Erich Hess scheitert zum dritten Mal: Sein Vorstoss, der Mundart als Pflichtsprache im Kindergarten gefordert hatte, wurde vom Grossen Rat abgelehnt. (Archivbild)
Erich Hess scheitert zum dritten Mal: Sein Vorstoss, der Mundart als Pflichtsprache im Kindergarten gefordert hatte, wurde vom Grossen Rat abgelehnt. (Archivbild)
Andreas Blatter

Der Berner SVP-Grossrat Erich Hess hat es auch im dritten Anlauf seit 2010 nicht geschafft, eine Motion zum Thema «Mundart im Kindergarten» durchzubringen. Der Grosse Rat lehnte den Vorstoss am Mittwoch mit 126 zu 9 Stimmen ab.

Eine erste Motion hatte Hess vor vier Jahren eingereicht. Damals wurde ihm vorgehalten, im zweisprachigen Kanton Bern könne man französisch sprechende Kindergärteler doch nicht zu Mundart verdonnern. Hess überarbeitete den Vorstoss und entband die Romands von der Mundart-Pflicht, doch der Rat lehnte die zweite Motion im März 2012 ab.

Mit Beginn der neuen Legislatur brachte Hess das Thema erneut aufs Tapet. Der Regierungsrat solle «die Gesetze so abändern, dass die Unterrichtssprache im Kindergarten sowie in der 1. und 2. Klasse grundsätzlich Mundart ist». Müssten die Kinder Hochdeutsch sprechen, sorge das für sprachliche Verunsicherung, befand Hess.

Der Motionär renne offene Türen ein, entgegnete der Regierungsrat. Schon heute werde an den meisten Kindergärten im deutschsprachigen Kantonsteil Mundart gesprochen.

Hochdeutsch sei aber nicht verboten, schliesslich mache die frühe Sprachförderung Sinn. Eine gesetzliche Festlegung der Mundart als grundsätzliche Unterrichtssprache sei «nicht stufengerecht».

(SDA)

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