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Mehr Kaderpolizisten als vor der Fusion

Das Versprechen aus der Volksabstimmung wurde nicht gehalten: Der Kanton hat die grosse Polizeifusion nicht genutzt, um Doppelspurigkeiten zu eliminieren und rückwärtige Stellen aufzuheben. Im Gegenteil: Es fand ein markanter Ausbau statt.

Polizisten im Einsatz vor einem YB-Spiel: Während seit Jahren über einen Mangel an Frontpolizisten geklagt wird, hat der Kanton in den letzten Jahren trotz Polizeifusion die «Querschnittsfunktionen» und das obere Kader, die primär abseits der Front tätig sind, stark ausgebaut.
Polizisten im Einsatz vor einem YB-Spiel: Während seit Jahren über einen Mangel an Frontpolizisten geklagt wird, hat der Kanton in den letzten Jahren trotz Polizeifusion die «Querschnittsfunktionen» und das obere Kader, die primär abseits der Front tätig sind, stark ausgebaut.
Andreas Blatter

Mit wuchtigem Mehr stimmte das Volk 2007 für die Bildung einer Einheitspolizei im Kanton Bern. Ab 2008 wurden die 34 Gemeindepolizeien in das kantonale Korps integriert, allen voran die Stadtpolizeien Bern und Biel. Die Kantonspolizei wuchs auf über 2500 Frauen und Männer an.

Dem Stimmvolk wurde die Polizeifusion unter anderem mit dem Hinweis auf Synergien verkauft: Vor allem im oberen Kader sowie bei den «Querschnittsfunktionen» abseits der Front sollten dank Abbau von Doppelspurigkeiten Stellen wegfallen. Insgesamt versprach das Abstimmungsbüchlein Synergien im Umfang von 30 Stellen, die in Form zusätzlicher Frontpolizisten genutzt werden sollten.

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