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Maurer brüskiert Berner Polizei

Ohne Armee geht nichts: Dies zeige der Fall Kneubühl, ist Bundesrat Ueli Maurer überzeugt. Die Polizei sei überfordert gewesen und habe die Armee um Hilfe gebeten. Eine Darstellung, welche die Berner Polizei bestreitet.

Weil die Berner Polizei mit dem Fall des bewaffneten Bieler Rentners überfordert gewesen sei, habe sie Armee-Unterstützung beantragt, höhnt Bundesrat Ueli Maurer.
Weil die Berner Polizei mit dem Fall des bewaffneten Bieler Rentners überfordert gewesen sei, habe sie Armee-Unterstützung beantragt, höhnt Bundesrat Ueli Maurer.
Beat Mathys

In einem Interview mit dem «Tages Anzeiger» sagt Verteidigungsminister Ueli Maurer (SVP), die Polizei sei schnell am Anschlag. Dies zeige der Fall des Bieler Rentners. Dieser hatte sich mit Waffengewalt gegen die Zwangsversteigerung seines Hauses gewehrt und die Polizei tagelang beschäftigt, bis sie ihn fassen konnte. Die Armee sei bereits drei Tage nach Beginn des Ereignisses um Hilfe angefragt worden, höhnt Maurer: «Wegen eines 67-Jährigen, im zweitgrössten Kanton der Schweiz!» Der Fall habe wieder einmal gezeigt, wie gering die Durchhaltefähigkeit der zivilen Behörden sei, sagt Maurer und zählt auf, wo die Armee der Polizei überall unter die Arme greifen muss: «Wir unterstützen das Grenzwachkorps, bewachen Botschaften, begleiten Flüge, suchen Vermisste mit Wärmebildkameras.»

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