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Lehrplan 21: Pulver übt moderat Kritik

Der Lehrplan 21 ist für Erziehungsdirektor Bernhard Pulver noch zu umfangreich und schwer verständlich. Grundsätzlich wurde er im Kanton Bern aber gut aufgenommen.

Regierungsrat Bernhard Pulver zweifelt an der Höhe der Mindestansprüche.
Regierungsrat Bernhard Pulver zweifelt an der Höhe der Mindestansprüche.
Andreas Blatter

Der Lehrplan 21 eigne sich nicht für die grosse Debatte über die Schule, befand der Berner Erziehungsdirektor Bernhard Pulver (Grüne) gestern vor den Medien. Er nahm damit Bezug auf «Grabenkämpfe», die bereits in der Phase der Erarbeitung aufflammten und nun auch zum Ende der Konsultation wieder (siehe unten). Sie basierten auch auf Missverständnissen, ist er überzeugt. «Der Lehrplan ist der Auftrag der Gesellschaft an die Schule.» Er diene der Entwicklung von Lehrmitteln und helfe Lehrkräften beim mittel- und längerfristigen Planen des Unterrichts. Im Kanton Bern werde der Entwurf gut aufgenommen. Insgesamt wertete man dazu 33 Stellungnahmen von Organisationen aus. Zu viele Teilschritte Zum viel kritisierten Umfang des Lehrplans sagte Pulver: Es stehe zwar tatsächlich viel drin, aber letztlich gehe es auch um den Lerninhalt von zwei Kindergarten- und neun Schuljahren. Dennoch verlangt der Kanton Bern eine Reduktion des Umfangs, insbesondere müssten die zum Teil in zu kleine Schritte aufgeteilten Kompetenzen reduziert werden. Dass hingegen neu Kompetenzen und nicht mehr Lernziele im Zentrum stünden, begrüsst er. Indem der Lehrplan vorgebe, dass man sich auf einer Karte orientieren könne, und nicht das Auswendiglernen von einzelnen Flüssen, bleibe beim Unterrichten die nötige Freiheit bestehen.

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