Lehrer schlagen Alarm

Die Sparmassnahmen bei der Bildung würden bestehende Probleme noch weiter verschärfen, sagt der Berner Lehrerverband.

Bereits im Frühling hatten über 800 Lehrer einen offenen Brief an Erziehungsdirektor Bernhard Pulver (Grüne) geschickt. So ganz wohl scheint es auch ihm nicht zu sein.

Bereits im Frühling hatten über 800 Lehrer einen offenen Brief an Erziehungsdirektor Bernhard Pulver (Grüne) geschickt. So ganz wohl scheint es auch ihm nicht zu sein.

(Bild: Christian Pfander)

Marius Aschwanden

Es waren klare Worte, die Vertreter von Schulen und des Lehrerverbandes Bildung Bern gestern benutzten: Die Sparmassnahmen, welche der Regierungsrat in der Bildung vorschlägt, würden volkswirtschaftlich «überhaupt keinen Sinn» ergeben, hiess es etwa.

Kosten würden nicht gespart, sondern nur verlagert. Besonders störend ist aus Sicht der Lehrer die Kürzung bei den Lektionen für die integrative Förderung, die Logopädie oder auch Deutsch als Zweitsprache. Pro Jahr will der Regierungsrat dafür 2 Millionen Franken weniger ausgeben.

Nur: Bereits heute würden diese Lektionen nicht ausreichen, betonten die Bildungsvertreter an der Medienkonferenz. In dieselbe Kerbe hatten im Frühling bereits über 800 Lehrer in einem offenen Brief an Erziehungsdirektor Bernhard Pulver (Grüne) geschlagen. So ganz wohl bei der Aktion scheint es auch ihm nicht zu sein.

Im Bericht über das Spar­paket steht: «Es kann nicht ausgeschlossen werden, dass die Massnahme Mehrkosten im Behindertenbereich auslöst.» Möglicherweise würden künftig somit mehr Schüler in Sonderschulen geschickt. Das letzte Wort zur Massnahme hat der Grosse Rat im November, wenn das 185 Millionen Franken teure Sparpaket beraten wird.

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