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Kommentar: Steuern rauf oder Steuern runter?

Finanzpolitik ist eine trockene Materie. Deswegen interessiert sie leider oft nicht einmal jene, die sich von Januar bis Dezember über Steuern und Gebühren beklagen.

Ausserdem haben Politiker von links bis weit ins bürgerliche Lager hinein ausgeklügelte Strategien entwickelt, um ihren Wählerinnen und Wählern das Geld aus der Tasche zu ziehen.

So wird auf dem politischen Parkett Jahr für Jahr über Miniatursteuersenkungen und Miniatursteuererhöhungen gestritten, als ginge es dabei um Leben und Tod. In Wirklichkeit geht es bestenfalls um ein paar Stellen hinter dem Komma. 120 Millionen weniger hätte der Staat Bern, wenn er das knappe Ergebnis der Abstimmung über die Motorfahrzeugsteuern akzeptiert hätte. 70 Millionen mehr will er im nächsten Herbst mit seinem Gegenvorschlag zur linken Steuererhöhungsinitiative herausholen. 100 Millionen sind gerade mal ein Prozent des bernischen Staatshaushaltes. Zehn Milliarden nimmt der Kanton pro Jahr ein und verrechnet sich beim Budget regelmässig um ein paar 100 Millionen, ohne dass dies schon einmal wahrnehmbare Folgen gehabt hätte.

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