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Keine Geschenke mehr für Temposünder

Ab nächstem Monat wird es im Kanton Bern laut Kantonspolizei doppelt so viele Geschwindigkeitsbussen geben. Der Grund: Die Kantonspolizei reduziert die Toleranz bei Radarfallen.

Ab dem 1.September reduziert die Kantonspolizei die Toleranz bei Radarkontrollen auf das gesetzlich vorgeschriebene Minimum.
Ab dem 1.September reduziert die Kantonspolizei die Toleranz bei Radarkontrollen auf das gesetzlich vorgeschriebene Minimum.
Andreas Blatter
Zum Beispiel: Wer heute innerorts mit 57 km/h fährt, wird nicht gebüsst. Künftig muss er bezahlen.
Zum Beispiel: Wer heute innerorts mit 57 km/h fährt, wird nicht gebüsst. Künftig muss er bezahlen.
Keystone
Geld sei jedoch nicht der Grund für die Änderung, sagt Fichter. Es gäbe schlicht keine sachliche Rechtfertigung für die zusätzliche Toleranz. «Sie waren blosse Tradition.»
Geld sei jedoch nicht der Grund für die Änderung, sagt Fichter. Es gäbe schlicht keine sachliche Rechtfertigung für die zusätzliche Toleranz. «Sie waren blosse Tradition.»
Keystone
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Fertig lustig für Schnellfahrer im Kanton Bern: Ab dem 1.September reduziert die Kantonspolizei die Toleranz bei Radarkontrollen auf das gesetzlich vorgeschriebene Minimum. Polizeisprecher Michael Fichter bestätigt entsprechende Recherchen dieser Zeitung.

Beispiel: Wer heute innerorts mit 56 oder 57 Kilometern pro Stunde unterwegs ist, kommt ohne Busse weg. Der Grund: Zusätzlich zum gesetzlich vorgeschriebenen Sicherheitsabzug von 5 Kilometern pro Stunde «schenkt» die Kantonspolizei den Temposündern heute noch zwei weitere Kilometer pro Stunde. Erst wer mit 58 oder mehr Kilometern pro Stunde «geblitzt» wird, muss zahlen. Ab September werden nun bereits all jene Autofahrer zur Bussenkasse gebeten, die mit 56 oder 57 Kilometern pro Stunde in die Radarfalle fahren.

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