Kapo Bern: Über 900 Einsätze wegen häuslicher Gewalt

Tätlichkeiten, Drohungen, Beschimpfungen, Körperverletzungen und Nötigungen: 945 Mal musste die Kantonspolizei Bern im vergangenen Jahr wegen häuslicher Gewalt ausrücken. In knapp 90 Prozent der Fälle waren die Opfer weiblich.

In den allermeisten Fällen einseitiger Gewalt waren die Opfer weiblich (Symbolbild).

In den allermeisten Fällen einseitiger Gewalt waren die Opfer weiblich (Symbolbild).

(Bild: zvg/Polizei- und Militärdirektion des Kantons Bern)

Die Berner Kantonspolizei ist im vergangenen Jahr 945 Mal wegen häuslicher Gewalt eingeschaltet worden. Die Zahl der Einsätze ist damit etwa gleich hoch wie im Vorjahr. Viele Opfer leiden meist sehr lange, bevor sie Hilfe holen.

Am häufigsten sind Tätlichkeiten, Drohungen, Beschimpfungen, einfache Körperverletzungen und Nötigungen, wie die bernische Polizei- und Militärdirektion am Dienstag mitteilte. In den weitaus meisten Fällen einseitiger Gewalt waren die Opfer weiblich (88 Prozent weiblich, 12 Prozent männlich).

Bei den Interventionen wegen häuslicher Gewalt trifft die Polizei oft auch auf Kinder. In den Haushalten, in denen die Polizisten vergangenes Jahr intervenieren mussten, wohnten insgesamt knapp 700 Kinder, wie die Jahresstatistik der Polizei- und Militärdirektion zeigt.

Die Einsätze der Polizei sind nicht nur herausfordernd, sondern oft auch gefährlich. Laut Jahresstatistik setzten Täterinnen und Täter bei jeder zehnten Polizeiintervention Waffen oder gefährliche Gegenstände ein. Schusswaffen würden allerdings mehrheitlich für Drohungen benutzt, wie aus der Mitteilung der Behörden hervorgeht.

Hier können Sie sich die Jahresstatistik 2016 herunterladen.

chh/sda

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