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Kantonsparlament ist weniger wirtschaftsfreundlich

Der bernische Grosse Rat hat nach Ansicht des Handels- und Industrievereins des Kantons Bern (HIV) leicht an Wirtschaftsfreundlichkeit verloren. In einem entsprechenden Rating schneiden FDP und SVP erwartungsgemäss gut ab.

Der nach den Kriterien des HIV wirtschaftsfreundlichste Parlamentarier ist der Thuner Andreas Lanz (SVP). Ihm folgen die Grossräte Sylvain Astier (FDP), Peter Brand (SVP) Adrian Haas (FDP), Samuel Leuenberger (BDP) und Beat Schori (SVP).

Insgesamt am wirtschaftsfreundlichsten ist laut Rating die FDP. Neben den grossen bürgerlichen Parteien hätten sich auch die EDU, die Freiheitspartei und die Schweizer Demokraten wirtschaftsfreundlich verhalten.

Bei den beiden letzteren wurde allerdings nur ein einziger Parlamentarier geratet. EVP und CVP seien insgesamt mehr oder weniger neutral. Nach Ansicht des HIV klar wirtschaftsfeindlich sind SP und Grüne.

Grüne werden wirtschaftsfreundlicher

Allerdings ergaben sich beim heurigen Rating gerade im sogenannt «wirtschaftsfeindlichen» Lager markante Verschiebungen. Die Grünen, die 2005 noch mit -71 Prozent als wirtschaftsfeindlich eingestuft wurden, kommen dieses Jahr noch auf -30 Prozent.

HIV-Direktor Adrian Haas erklärte dies unter anderem mit dem Schulterschluss von GFL und Grünem Bündnis. Die SP bewegt sich in etwa auf dem Niveau der Vorjahre.

Als Grundlage für die Bewertung wählte ein Komitee mit HIV- Präsident Niklaus J. Lüthi, HIV-Direktor Adrian Haas, SVP-Grossrat Andreas Lanz und Eva Lörtscher, ebenfalls vom HIV, rückblickend 23 Vorstösse mit Wirtschaftsbezug aus, über die im Grossen Rat unter Namensaufruf abgestimmt worden war.

Das Rating dient dem HIV auch dazu, Parlamentarier zu Wahlen zu empfehlen.

SDA/mau

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