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Kantonsapotheker leitet vorübergehend auch Kantonsarztamt

Der Berner Kantonsapotheker Samuel Steiner wird ab Mitte April interimistisch auch das Kantonsarztamt leiten.

Der Berner Kantonsapotheker Samuel Steiner wird ab Mitte April interimistisch auch das Kantonsarztamt leiten.
Der Berner Kantonsapotheker Samuel Steiner wird ab Mitte April interimistisch auch das Kantonsarztamt leiten.
Keystone

Der Regierungsrat hat beschlossen, dass der Berner Kantonsapotheker Samuel Steiner vorübergehend auch das Kantonsarztamt leiten soll. Steiner soll die zusätzliche Führungsaufgabe aber höchstens bis Ende 2013 ausüben. Die Regelung wurde nötig, weil Kantonsarzt Thomas Schochat und auch sein Stellvertreter Arthur Marx bekanntlich die Kündigung eingereicht haben.

Ab Mitte April bestehe daher eine doppelte Vakanz in der Leitung des Kantonsarztamts (KAZA), hielt die Regierung am Donnerstag fest. Weil es nicht möglich sei, die beiden Kaderstellen nahtlos wiederzubesetzen, brauche es eine Übergangslösung.

Gemäss Verordnung muss der Kantonsarzt im Besitz eines eidgenössisch anerkannten Arztdiploms sein. Diese Bedingung erfülle Samuel Steiner nicht, räumt der Regierungsrat ein. Für die befristete Ausübung des Jobs gebe es aber «Gründe, die im öffentlichen Interessen liegen».

Neue Führung vor Ende 2013

Der Kantonsapotheker könne die interimistische Führung des KAZA wesentlich besser gewährleisten als eine aussenstehende Führungskräft, findet der Regierungsrat. Es gebe ja eine «Sachnähe der Aufgaben» beider Ämter. Der Regierungsrat möchte den neuen Kantonsarzt oder die Kantonsärztin noch vor der Sommerpause ernennen. Ein Amtsantritt sollte so vor Ende 2013 möglich sein.

Das Kantonsarztamt ist unter anderem zuständig für die Aufsicht über die Berner Ärzte. In letzter Zeit gab es mehrere wichtige Kündigungen. Schon letztes Jahr verliess der Leiter der Abteilung Bewilligungswesen das Amt. Anfang Februar wurde bekannt, dass auch Amtschef Schochat und sein Stellvertreter Marx gekündigt haben.

Ihr Chef, Gesundheitsdirektor Philippe Perrenoud, sieht den Lohn als Hauptproblem. Der Kanton sei «bei den Löhnen überhaupt nicht konkurrenzfähig», sagte er im Februar. Zudem seien die Angestellten starkem politischem Druck ausgesetzt, nicht zuletzt wegen des aktuellen «Verwaltungs-Bashings».

SDA/toc

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