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Kanton prüft ärztlichen Vorsorgeuntersuchungen für Kinder

Der Regierungsrat will obligatorische Besuche beim Kinderarzt von der Geburt bis zum Kindergarten prüfen. In der Stadt Bern verzichten fast 40 Prozent der befragten Eltern auf die Vorsorgeuntersuchung für ihre drei- bis vierjährigen Kinder.

«Für die meisten Familien gehören diese Vorsorgeuntersuchungen längst zum Alltag», schreiben die Verfasser des Vorstosses. «Die anderen Familien würden sich rasch daran gewöhnen.»
«Für die meisten Familien gehören diese Vorsorgeuntersuchungen längst zum Alltag», schreiben die Verfasser des Vorstosses. «Die anderen Familien würden sich rasch daran gewöhnen.»
Keystone

Im Kanton Bern könnten die ärztlichen Vorsorgeuntersuchungen für Kinder bis fünf Jahren schon bald obligatorisch werden. Der Regierungsrat ist bereit, das Anliegen zu prüfen.

Das schreibt er in seiner am Montag veröffentlichten Antwort auf ein Postulat. Grossratsmitglieder der SP, der Grünliberalen und der EVP machten geltend, obligatorische Besuche beim Kinderarzt von der Geburt bis zum Kindergarten könnten helfen, Krankheiten zu erkennen, aber auch Misshandlungen und Fälle von Vernachlässigung.

«Für die meisten Familien gehören diese Vorsorgeuntersuchungen längst zum Alltag», schreiben die Verfasser des Vorstosses. «Die anderen Familien würden sich rasch daran gewöhnen.»

Handlungsbedarf

Der Regierungsrat teilt das Anliegen. Handlungsbedarf bestehe tatsächlich; in der Stadt Bern zum Beispiel verzichteten heute fast 40 Prozent der befragten Eltern auf die Vorsorgeuntersuchung für ihre drei- bis vierjährigen Kinder.

Unklar ist laut Kantonsregierung, ob es im Fall eines Obligatoriums überhaupt genügend Kinderärzte im Kanton Bern gibt. Ausserdem müsste man prüfen, wie das Obligatorium durchgesetzt werden könnte und ob die Krankenkassen die Finanzierung übernähmen.

SDA/sih

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