Zum Hauptinhalt springen

Kanton Bern lobt Feuerungskontrollen

Seit 30 Jahren werden im Kanton Bern Heizungsanlagen überprüft. In einer Medienmitteilung hebt die Volkswirtschaftsdirektion die positiven Auswirkungen auf die Luftqualität hervor.

Öl- und Gasfeuerungsanlagen haben einen Einfluss auf die Luftqualität.
Öl- und Gasfeuerungsanlagen haben einen Einfluss auf die Luftqualität.
Walter Pfäffli

Wie der Kanton mitteilt, werden die heute rund 130‘000 Öl- und Gasfeuerungsanlagen alle zwei Jahre auf ihre Abgasqualität und ihren energetischen Wirkungsgrad hin geprüft. Dabei misst eine Fachperson den Ausstoss an Luftschadstoffen wie Kohlenmonoxid, Stickoxid und Russ und vergleicht sie mit den vorgeschriebenen Grenzwerten Bundes. Werden die Grenzwerte überschritten, sind Massnahmen wie beispielsweise Einregulierungen nötig.

Im Winter 1980/1981 wurden erstmals rund 75‘000 Ölfeuerungsanlagen behördlich kontrolliert. Gasfeuerungen kamen erst später dazu. Im Vordergrund stand die Reduktion der Schadstoffbelastung, aber auch eine Verminderung von übermässigen Geruchsbelästigungen. Laut dem Kanton ist die Technik dabei laufend verbessert worden. Die lufthygienischen Grenzwerte konnten daher seither drei Mal verschärft werden.

Hohe Anforderungen für Öl- und Gasfeuerungen

Öl- und Gasfeuerungen müssen heute hohe energetische Anforderungen einhalten. Gegenüber den 1980er-Jahren gehe bei heutigen Anlagen mindestens zwei Drittel weniger Wärme durch den Kamin verloren, so der Kanton. Zudem sei die Schadstoffbelastung aus den Feuerungen gegenüber den 80er-Jahren halbiert worden, obschon sich die Anzahl der Anlagen drastisch erhöht hat. Nach Angaben der Volkswirtschaftsdirektion ist ausserdem verhindert worden, dass rund 25'000 Tonnen Stickstoffdioxid (NO2) und rund 20'000'000 Tonnen des klimawirksamen Kohlendioxid (CO2) in die Luft gelangten.

Feuerungskontrolleure brauchen heute im Kanton Bern einen eidgenössischen Fachausweis. War bei der Einführung der Feuerungskontrolle vor allem die Reduktion von Schadstoffen prioritär, ist heute die angestrebte Energieeinsparung mindestens ebenso wichtig.

pd/gbl

Dieser Artikel wurde automatisch aus unserem alten Redaktionssystem auf unsere neue Website importiert. Falls Sie auf Darstellungsfehler stossen, bitten wir um Verständnis und einen Hinweis: community-feedback@tamedia.ch