Kanton Bern führt Borkenkäferprogramm weiter

Die Bekämpfung des Borkenkäfers im Mittelland und im Aaretal wird vom Kanton Bern weiter unterstützt. Er hat dafür knapp eine Million Franken gesprochen.

Waldbesitzer werden vom Kanton bei der Bewirtschaftung und bei der Verjüngung des Waldes unterstützt.

Waldbesitzer werden vom Kanton bei der Bewirtschaftung und bei der Verjüngung des Waldes unterstützt.

(Bild: Adrian Moser)

Der Kanton Bern führt sein Programm zur Bekämpfung des Borkenkäfers in tieferen Lagen des Mittellands und des Aaretals dieses und nächstes Jahr weiter. Der Regierungsrat hat dazu einen Beitrag von 960'000 Franken gesprochen.

Mit dem Geld werden Waldbesitzer bei der gemeinschaftlichen Überwachung und Durchführung von Bekämpfungsmassnahmen unterstützt, wie die bernische Wirtschafts-, Energie- und Umweltdirektion am Donnerstag mitteilte.

Das Programm wurde 2019 versuchsweise lanciert. Es verfolgte den Ansatz, die Waldbesitzer nicht für ihre Schäden abzugelten, sondern sie bei der Bewirtschaftung und damit auch bei der Verjüngung des Waldes zu unterstützen. Da sich das Programm als zweckmässig und wirksam erwies, wird es nun mit leichten Anpassungen weitergeführt.

Wetterextreme wie die Hitzesommer oder Stürme setzen dem Wald derzeit zu. Dadurch haben auch die Borkenkäfer leichteres Spiel. Borkenkäfer ist eigentlich der Überbegriff für mehrere Käferarten, die für ihre Eier Gänge in die Rinde oder in das Holz von Bäumen bohren. Häufigste Borkenkäferarten sind im Kanton Bern der Buchdrucker und der Kupferstecher. Sie befallen hauptsächlich Fichten.

In der Waldökologie haben Borkenkäfer durchaus ihren Platz. Zum Problem werden sie erst, wenn sie sich explosionsartig vermehren. Dazu brauchen die Käfer viel Brutmaterial, insbesondere geschädigte oder durch Trockenheit gestresste Bäume. Borkenkäfer brauchen lebendiges Holz, in toten Bäumen können sie sich nicht entwickeln.

tag/sda

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