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Kaminfeger wollen freien Markt

Die Kaminfeger haben im Kanton Bern seit Jahren eine Monopolstellung. Nun wollen sie ihre vermeintlich komfortable Lage auf­geben: Sie fordern einen freien Markt. Ab 2020 sollen die Hausbesitzer ihre Kaminfeger frei wählen können.

Konkurrenz war für Kaminfeger im Kanton Bern bisher ein Fremdwort. Der Grund dafür findet sich in der bernischen Feuerschutzverordnung. Dort ist das sogenannte Kaminfegermonopol verankert. Der Kanton legt Kaminfegerkreise fest – ab 1. Januar sind es noch 46 – und wählt die zuständigen Kaminfegermeister. Die Grundtaxe pro Haushalt sowie der Stundenansatz für die Arbeit sind fix, unabhängig von Wohnort und Anfahrtsweg.

Eine komfortable Situation – könnte man meinen. Jetzt aber regt sich ausgerechnet aus den eigenen Reihen Widerstand gegen eines der letzten Monopole in der Schweizer Wirtschaft. Der Bernische Kaminfegermeister-Verband (BKV) fordert eine Aufhebung der Regulierung zugunsten der freien Marktwirtschaft. Die Hausbesitzer sollen künftig ihre Kaminfeger frei wählen dürfen wie andere Handwerksbetriebe auch.

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