Informationsabend zu Asylzentrum auf dem Waffenplatz

Thun

Bund, Kanton und Stadt stellen sich am Mittwoch den Fragen der Bevölkerung: Ab 19.30 Uhr findet auf dem Thuner Waffenplatz der öffentliche Informationsabend zum temporären Bundesasylzentrum statt.

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Offenbar steht das Staatssekretariat für Migration (SEM) mit seiner Kommunikation auf Kriegsfuss. Dass mit Start per 18. Dezember auf dem Waffenplatz in Thun ein temporäres Bundesasylzentrum in Betrieb genommen wird, mussten zuerst – am 27. November – die Medien publik machen, bevor das SEM zur Feder griff und am 30. November eine Medienmitteilung verschickte.

Erst da wurde offiziell verkündet und bestätigt, dass in zwei Panzerhallen bis zu 600 Flüchtlinge während der Abklärung ihres Asylgesuches untergebracht werden (wir berichteten). Zwar wurde erwähnt, dass das SEM am 9. Dezember eine öffentliche Infoveranstaltung auf dem Waffenplatz durchführen wird. Ebenso war die Zeit, 19.30 Uhr, darin erwähnt, jedoch fehlten weitere nötige Angaben dazu – wie etwa die genaue Örtlichkeit.

Da das SEM die Öffentlichkeit bis gestern noch immer nicht über die Detailangaben informiert und diese Zeitung beim SEM und bei der Stadt Thun nachgefragt hat, ist Letztere als Standortgemeinde in die Bresche gesprungen. «Die Bevölkerung hat ein Recht auf diese Informationen und eine korrekte Einladung, schliesslich interessiert das Thema bestimmt viele Leute», hält Gemeinderat Peter Siegenthaler, Vorsteher der Direktion Sicherheit und Soziales der Stadt Thun (SP), auf Anfrage fest. Verantwortlich für den Betrieb sei zwar der Bund, und die Stadt sei nur am Rande involviert. «Doch die Flüchtlinge werden tagsüber auch in der Stadt und im öffentlichem Raum anzutreffen sein – und das betrifft uns alle dann doch direkt», sagt Siegenthaler.

Ab 19.30 Uhr in der Halle B

Schliesslich verschickte die Stadt gestern eine Medienmitteilung zum Anlass des SEM. «Die öffentliche Informationsveranstaltung auf dem Waffenplatz zum geplanten temporären Bundesasylzen­trum, das am 18. Dezember eröffnet werden soll, findet in der Halle B statt», schrieb die Stadt.

Über die Details des Betriebs der Asylunterkunft orientieren werden Urs von Daeniken, Chef Stabsbereich Bundeszentren beim SEM, und Brigadier René Wellinger vom Departement für Verteidigung, Bevölkerungsschutz und Sport (VBS). Seitens der Stadt wird Stadtpräsident Raphael Lanz (SVP) eine Stellungnahme abgeben, seitens des Kantons werden sich Iris Rivas, Leiterin des kantonalen Migrationsdienstes, und Markus Aeschlimann, Geschäftsleiter Amt für Migration und Personenstand, äussern.

In einem zweiten Teil können die Anwesenden Fragen stellen. Anwesend sein werden auch Gemeinderat Peter Siegenthaler sowie Experten und Vertreter des SEM, des VBS und der Polizei. Der Anlass dauert ungefähr zwei Stunden.Am Mittwoch ab 19.30 Uhr:Panzerhalle B (Haltestelle Kleine Allmend); Parkplatz überqueren, auf Panzerpiste entlang der General-Wille-Strasse und über die Panzerbrücke zu den Hallen A + B (kein Zugang bei Dufour-Kaserne, kein Zugang direkt von Allmendstrasse her); ab 18.30 Uhr führen Wegweiser zur Halle B.

Thuner Tagblatt

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