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«Ich glaubte, ich sei gestört»

Damian Stähli will die Stigmatisierung von psychisch kranken Jugendlichen bekämpfen. Der 23-Jährige hat am eigenen Leib erfahren, wie es ist, wenn man sich nicht getraut, in der Dorfapotheke Neuroleptika zu kaufen.

Damian Stähli wurde mit 15 Jahren psychisch krank. Mittlerweile hat der 23-Jährige gelernt, damit zu leben. Foto: Franziska Rothenbühler

Damian Stähli wurde mit 15 Jahren psychisch krank. Mittlerweile hat der 23-Jährige gelernt, damit zu leben. Foto: Franziska Rothenbühler

Marius Aschwanden

Nicht einmal seinem Bruder sagte er etwas. Als Damian Stähli mit 15 Jahren psychisch krank wurde, wussten lange Zeit nur sein Vater und seine Mutter, was mit ihm los ist. Psychose in Kombination mit Depressionen lautete die Diagnose. Dem Bruder – «die wichtigste Person in meinem Leben» –, den Schulkollegen oder dem Lehrer erzählte der Jugendliche nichts. Zu gross war die Angst, wie sie reagieren könnten. «Ich glaubte, ich sei gestört und eine Belastung. Das wollte ich niemandem zumuten», sagt Stähli rückblickend.

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