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Hundehaufen sind auch auf privatem Grund unerwünscht

Bernische Hundehalter sollen den Kot ihres Tieres künftig auch dann entfernen müssen, wenn der Hund sein Geschäft auf privatem Grund und Boden verrichtet hat - selbst wenn sie dazu beispielsweise über Nachbars Zaun steigen müssen.

Im Kanton Bern nicht nur auf öffentlichem Grund ein grosses Ärgernis: Hundekot.
Im Kanton Bern nicht nur auf öffentlichem Grund ein grosses Ärgernis: Hundekot.
Thomas Peter

Dieser Meinung ist die Grossratskommission, die das neue Hundegesetz vorberaten hat. Sie hat den Entwurf der Regierung weitgehend übernommen, wie sie am Dienstag mitteilte. Eine Verschärfung schlägt sie aber bei der sogenannten Pflicht zur Entfernung von Hundekot vor.

Die Regierung möchte die bestehende Regelung übernehmen: Hundekot muss heute nur auf öffentlich zugänglichem Grund entfernt werden, sonst droht eine Busse von 80 Franken. Als öffentlich zugänglichen Grund gelten Strassen und Plätze, Pärke und Wälder.

Landwirtschaftliche Wiesen gehören ebenfalls dazu, wie Kommissionspräsident Marc Jost (EVP/Thun) auf Anfrage sagte - nicht aber Ackerland. Und das möchte die Mehrheit der Kommission besser vor Hundefäkalien schützen.

Vorlage wird im März beraten

Anders als die Regierung nimmt sie dafür sogar Kollateralschäden für den Hundehalter in Kauf. Überspringt das Tier nämlich zum Beispiel einen Zaun, um sich auf einem privaten Rasen zu erleichtern, wird der Hundebesitzer nicht darum herumkommen, selber das private Grundstück zu betreten - auch wenn er sich dabei noch anderweitigen Ärger einhandeln könnte.

Der Grosse Rat wird sich voraussichtlich in der März-Session mit der Vorlage befassen. Nach Meinung der Kommission dürfte eine Lesung ausreichen. Das kantonale Hundegesetz soll alle Regelungen rund um die Hundehaltung zusammenfassen, nachdem der Versuch einer Regelung auf Bundesebene gescheitert ist.

SDA/tan

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