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Hooligan-Konkordat: 13'000 Unterschriften sind eingereicht

Mehr als 13'000 Unterschriften sind gegen die geplante Verschärfung des «Hooligan-Konkordats» gesammelt worden.

Der bernische Polizei- und Militärdirektor Hans-Jürg Käser freut sich über das Resultat der Abstimmung.
Der bernische Polizei- und Militärdirektor Hans-Jürg Käser freut sich über das Resultat der Abstimmung.
Andreas Blatter
So stimmten die Gemeinden im Kanton Bern ab.
So stimmten die Gemeinden im Kanton Bern ab.
Grafik DB/Quelle Kanton Bern
Serie Regierungsrats-Kandidaten: Hans-Jürg Käser. © Andreas Blatter
Serie Regierungsrats-Kandidaten: Hans-Jürg Käser. © Andreas Blatter
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Das überparteiliche Komitee gab am Mittwoch nach Ablauf der Referendumsfrist bekannt, dass 13'000 Unterschriften im Kanton Bern gegen das Hooligan-Konkordat gesammelt wurden. Die Gemeinden haben nun drei Wochen Zeit, die Unterschriften zu kontrollieren und ans Komitee zurückzusenden.

Die beglaubigten Unterschriften sollen bis Mitte August bei der Staatskanzlei eingereicht werden. Das Volk entscheidet frühestens im Februar kommenden Jahres über die Referendumsvorlage.

Grundrechte wahren

Beim Unterschriftensammeln habe sich vor allem gezeigt, dass ein Grossteil der Leute die Inhalte der geplanten Verschärfungen gar nicht kenne und diese bei näherer Betrachtung ablehne, heisst es im Communiqué. Das sei eine wichtige Erkenntnis im Hinblick auf den Abstimmungskampf.

«Es stellt sich nicht die Frage ,Gewalt ja oder Gewalt nein'», betont das Komitee. «Vielmehr geht es darum, Grundrechte zu wahren und Kollektivbestrafungen sowie eine parallele Gesetzgebung für sämtliche Fussball- und Eishockeyfans zu verhindern.»

Fans aller grossen Vereine hinter Referendum

Fanorganisationen aller grossen bernischen Fussball- und Eishockeyklubs stehen hinter dem Referendum. Geld ausgegeben wurde bislang kaum, wie Clemens Friedli vom Komitee «Nein zur Konkordats-Verschärfung» auf Anfrage sagte. Nur der Druck der Unterschriftenbögen habe etwas gekostet, dazu komme nun das Porto, um die Bögen den Gemeinden zur Beglaubigung zu schicken.

Im übrigen seien es lauter Freiwillige gewesen, die die Unterschriften zusammengetragen hätten. «Allein am ersten kantonalen Sammeltag im Mai waren mehr als 100 Leute unterwegs.» Viele junge Fans seien mit grossem Engagement - teilweise zum ersten Mal in ihrem Leben - auf die Strasse gegangen, um ihre politischen Rechte wahrzunehmen.

Die ganze administrative Arbeit erledige man ebenfalls ehrenamtlich, sagte Friedli. So müssten die Unterschriftenbögen nach Gemeinden sortiert und zur Beglaubigung verschickt werden. Zahlungskräftige Parteien liessen sich solche Arbeiten von einer spezialisierten Firma erledigen.

SDA/cls

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