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Heftige Debatte um die Zukunft der Berner Spitäler

Bei den Spitälern stehen mit der neuen Spitalfinanzierung ab 2012 zahlreiche Veränderungen an. Der Grosse Rat des Kantons Bern debattierte gestern über die Zukunft der Spitäler und war sich nicht einig in der Frage, welche Entwicklungen man getrost dem Markt überlassen soll und wo die Politik steuernd eingreifen muss. Zur Verteilung der Gelder äusserten Emmentaler Grossräte heftige Kritik.

Zwei der schärfsten Kritiker des Gesundheitsdirektors im Gespräch: Grossrat Bernhard Antener (SP) setzte sich für das Spital Emmental ein und Kollege Enea Martinelli (BDP) zog die Kostenprognosen des Kantons in Zweifel.
Zwei der schärfsten Kritiker des Gesundheitsdirektors im Gespräch: Grossrat Bernhard Antener (SP) setzte sich für das Spital Emmental ein und Kollege Enea Martinelli (BDP) zog die Kostenprognosen des Kantons in Zweifel.
Andreas Blatter
Sieht in den Privatspitälern vor allem Gewinnoptimierer:Grossrätin Natalie Imboden von den Grünen.
Sieht in den Privatspitälern vor allem Gewinnoptimierer:Grossrätin Natalie Imboden von den Grünen.
Andreas Blatter
Musste viel Kritik und eine herbe Niederlage einstecken: Gesundheitsdirektor Philippe Perrenoud (SP) während der Spitaldebatte.
Musste viel Kritik und eine herbe Niederlage einstecken: Gesundheitsdirektor Philippe Perrenoud (SP) während der Spitaldebatte.
Andreas Blatter
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Gut sechs Stunden nahm sich der Grosse Rat gestern Zeit, um in einer Sondersession über die bernische Spitalpolitik zu diskutieren. Genauer: Das Kantonsparlament debattierte über 28 Vorstösse, die sich grösstenteils mit den Folgen der neuen Spitalfinanzierung befassten, die 2012 schweizweit eingeführt wird. Gesundheitsdirektor Philippe Perrenoud (SP) musste sich von den Bürgerlichen relativ heftig schelten lassen, weil die Umsetzung im Kanton Bern nicht auf dem ordentlichen Weg über eine Gesetzesrevision geschieht, sondern via Dringlichkeitsrecht. Die Regierung wolle den Grossen Rat absichtlich umgehen, musste sich Perrenoud von SVP, BDP und FDP anhören. Er hielt dagegen, der Bund habe den Kantonen lediglich 28 Monate Zeit gelassen, um die neue Spitalfinanzierung umzusetzen.

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