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Hanfplantagen sollen schneller vernichtet werden

Die Berner Regierung ist bereit zu prüfen, ob eine rechtliche Grundlage für die raschere Vernichtung von Hanfplantagen geschaffen werden soll. Sie ist bereit, eine Motion von Sabina Geissbühler-Strupler (SVP/Herrenschwanden) als Postulat entgegenzunehmen.

Raschere Vernichtung von Hanfplantagen: Eine entsprechende Motion wird geprüft.
Raschere Vernichtung von Hanfplantagen: Eine entsprechende Motion wird geprüft.
Walter Pfäflfi

Geissbühler-Strupler machte in ihrem Vorstoss auf einen Sachverhalt aufmerksam, der auch die Justizbehörden seit längerem beschäftigt: Die Polizei kann bei Hanfanbauflächen nicht automatisch einschreiten, sondern muss zuerst den Nachweis erbringen, dass der Produzent die Ernte illegal als Drogenhanf verkaufen will.

Dies führe zu langwierigen Abklärungen, macht die Motionärin geltend - bis die Polizei eingreifen könne, sei die Ernte meist schon eingefahren oder «gestohlen» und womöglich auch bereits verraucht. Dabei sei gemäss Bundesgericht klar, dass sich Hanf mit einem THC-Wert von mehr als 0,3 Prozent als Droge eigne.

Geissbühler-Strupler möchte, dass solcher Hanf von der Berner Kantonspolizei «ohne langwierige administrative Zwischenschritte» sichergestellt und vernichtet werden kann.

Der Regierungsrat zeigt sich in seiner Antwort offen, das Anliegen zu prüfen; ihm schwebt aber eine interkantonale oder eidgenössische Regelung vor. Denn sonst gäbe es einfach eine Verschiebung der Anbauflächen in weniger restriktive Kantone, gibt die Regierung zu bedenken.

Sie verweist auch darauf, dass die Westschweizer Justiz- und Polizeidirektoren zurzeit an einem Konkordat zum Anbau von Hanf und zum Handel arbeiten. Ein Beitritt des Kantons Bern sei denkbar.

SDA/mau

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