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«Gut ist eine Regierung, die nur das Nötigste regiert»

Die Lebensqualität im Kanton Bern ist hoch, die Anzahl an Vorschriften jedoch auch, findet die Astrophysikerin Kathrin Altwegg. Institutionen sollten mehr Freiheiten und die Bürger mehr Gehör erhalten, sagt die Professorin der Universität Bern.

Sandra Rutschi
Kathrin Altwegg, Astrophysik-Professorin.
Kathrin Altwegg, Astrophysik-Professorin.
Andreas Blatter

Was ist an Bern top?Kathrin Altwegg:Der Kanton Bern weist eine sehr hohe Lebensqualität auf. Es hat trotz der vielen Bautätigkeit noch immer viel unverdorbene Landschaft, heimelige Dörfer und überblickbare Städte. Wie lange noch? Der Kanton Bern darf auch stolz auf seine Uni sein.

Was ist im Kanton Bern schlecht?Das Administrative in der Verwaltung hat, wie in vielen anderen Kantonen auch, seit langem die Überhand. Das heisst, der Bürger arbeitet mit dem Stellen von Gesuchen und anderem sehr häufig für die Verwaltung statt umgekehrt. Das Prinzip der Dienstleistung ist bei der Verwaltung häufig Makulatur. Der Bürger sollte als mündiges, verantwortungsbewusstes Wesen verstanden werden, nicht als Untertan, dem man möglichst auf die Finger schauen muss. Intervention und Vorschriften nur wo unbedingt nötig und nur mit Einbezug der Betroffenen. Weniger wäre hier oft mehr.

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