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Grüne für Kulturland und gegen Fracking

Die Berner Grünen wollen sich mit zwei Initiativen für den Schutz des Kulturlandes und gegen das sogenannte Fracking, eine umstrittene Methode zur Förderung von Erdgas und Erdöl, engagieren.

Schützenswert oder nicht? Der Bauernverband Lobag und die Grünen des Kantons Bern finden ja.
Schützenswert oder nicht? Der Bauernverband Lobag und die Grünen des Kantons Bern finden ja.
zvg

Zusammen mit dem bernischen Bauernverband Lobag sind die Grünen daran, eine Kulturlandinitiaitve zu erarbeiten, wie der Parteivorstand am Dienstag an der Delegiertenversammlung in Köniz bekanntgab. Es brauche genügend qualitative Böden für die lokale Nahrungsmittelproduktion. Mit dem Schutz des Kulturlandes könne die Zersiedelung gebremst und die Biodiversität gefördert werden, begründete der Vorstand sein Vorhaben.

Es wäre das erste Mal, dass Grüne und Bauern für eine Initiative im Kanton Bern zusammenspannen würden. Man verfolge nicht unbedingt die gleichen Ziele wie die Bauern, gaben denn auch einige Grüne an der Parteiversammlung am Dienstagabend in Köniz zu bedenken.

Es gebe unterschiedliche Beweggründe, um etwas zu verändern, räumte Parteipräsident Blaise Kropf ein. Den Grünen gehe es eher um landschaftsschützerische Aspekte, den Bauern vor allem darum, die nötigen Ressourcen für die Produktion zu erhalten.

Die Kunst sei es nun, diese Anliegen effektiv zusammenzuführen. Wenn man mit dem Boden nicht anders umgehe als heute, dann würden Bauern und Grüne verlieren, betonte ein Delegierter.

Die Parteibasis stellte sich trotz gewisser Bedenken mit grossem Mehr hinter das Vorhaben.

Gegen Fracking

Mit einer weiteren Initiative wollen die Berner Grünen ein Verbot für das sogenannte Fracking erreichen. Nicht tangiert werden durch den Initiativtext sollen Geothermieprojekte. In diesem Sinne hatten sich am Vortag bereits die Grünen Schweiz geäussert.

Die Initiative sei hochattraktiv für die Grünen, betonte Parteipräsident Blaise Kropf. Die Delegierten gaben denn auch grünes Licht, um das Volksbegehren startklar zu machen. Die Initiative soll im Oktober lanciert werden.

Daneben fassten die Berner Grünen auch die Parolen zu den eidgenössischen Abstimmungen vom 22. September. Sie sagen Ja zur Aufhebung der Wehrplficht und zum Epidemiegesetz. Die Nein-Parole beschlossen sie zu den Öffnungszeiten der Tankstellenshops.

(SDA)

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