Grosser Rat will weiterhin Bundesgelder für Alpines Museum

Der Bund will die Subventionen für das Alpine Museum und andere Berner Kulturangebote kürzen. Dagegen wehrt sich der Grosse Rat.

Das Alpine Museum wäre besonders stark von den Kürzungen betroffen.

Das Alpine Museum wäre besonders stark von den Kürzungen betroffen. Bild: zvg

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Das Kantonsparlament beauftragt die Regierung, sich beim Bund weiterhin gegen die drohenden Subventionskürzungen beim Alpinen Museum und anderen Berner Kulturinstitutionen stark zu machen. Der Grosse Rat stimmte einer SP-Motion am Dienstag mit 124 zu 4 Stimmen zu.

Mit ihrem Vorstoss rannten Luc Mentha (SP/Liebefeld) und Nicola von Greyerz (SP/Bern) sowohl im Parlament wie bei der Kantonsregierung offene Türen ein. Der Regierungsrat hatte bereits anfangs November in seiner schriftlichen Antwort klar gemacht, dass er das Gespräch mit dem Bund suchen werde, um eine Fortsetzung des finanziellen Engagements zu erwirken.

Alpines Museum am Existenzlimit

Dem Alpinen Museum droht der Verlust von 75 Prozent der bisherigen Bundesgelder, was die Institution in ihrer Existenz bedroht. Stark machen will sich die Regierung auch für die sogenannte Bundesmillion, die der Bund als Kulturbeitrag an die Hauptstadt Bern leistet und die dem Sparstift zum Opfer fällen könnte.

Umstritten war im Rat am Dienstag einzig, ob der Auftrag als bereits erfüllt abgeschrieben werden kann, wie dies die Regierung beantragte. Mit 63 gegen 62 Stimmen wollte eine knappe Mehrheit des Parlamentes jedoch den Druck aufrechterhalten, solange die Gefahr einer Kürzung nicht abgewendet sei.

Regierungspräsident Bernhard Pulver (Grüne) zeigte sich mit den Zielen des Vorstosses «völlig einverstanden». Er wies darauf hin, dass eine Lösungssuche hinter den Kulissen im Gange sei, unabhängig davon, ob der Grosse Rat die Motion als bereits erfüllt abschreibe oder nicht. (nik/sda)

Erstellt: 21.11.2017, 09:42 Uhr

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