Grosser Rat setzt sich erneut für Schulstandort Burgdorf ein

Der Grosse Rat möchte den Planungskredit für den Fachhochschul-Campus Bern und den Wettbewerbskredit für den Standort Burgdorf gleichzeitig vorgelegt erhalten.

Die Berner Fachhochschule war erneut ein Thema im Grossen Rat.

Die Berner Fachhochschule war erneut ein Thema im Grossen Rat.

(Bild: Andreas Blatter)

Berns Grosser Rat hat sich am Donnerstag erneut für den Schulstandort Burgdorf eingesetzt. Er fordert die Kantonsregierung auf, den Planungskredit für den geplanten Fachhochschul-Campus Bern und den Wettbewerbskredit für den Campus Burgdorf gleichzeitig dem Rat vorzulegen.

Der bernische Grosse Rat will auch, dass der Bau des Burgdorfer Campus unmittelbar nach dem Umzug der heute in Burgdorf angesiedelten Fachhochschul-Teile nach Biel in Angriff genommen wird.

Diese Forderung überwies er - wie von der Regierung beantragt - in der Form des Postulats, also zur Prüfung. Die kantonale Bau-, Verkehrs- und Energiedirektorin Barbara Egger-Jenzer hatte vor diesem Entscheid gesagt, es werde für den Kanton Bern nicht einfach, dem Rat die beiden Kreditvorlagen gleichzeitig vorzulegen.

Der Rat müsse sich darauf gefasst machen, dass in Sachen Campus Burgdorf vorläufige, nicht konsolidierte Angaben auf ihn zukämen. Die Kantonsregierung hatte aber nichts gegen die Überweisung der beiden Forderungen an sie.

Die Forderungen kamen von der grossrätlichen Bildungskommission und von einer Reihe von Grossratsmitgliedern aus dem Emmental. Auf dem Campus Burgdorf soll die Technische Fachschule Bern und ein «TecLab» angesiedelt werden.

Im Juni Erklärung verabschiedet

Das Berner Kantonsparlament hatte sich schon im vergangenen Juni zugunsten der in Burgdorf geplanten Angebote und für deren rasche Realisierung ausgesprochen. Damals verabschiedete er eine entsprechende Erklärung.

Damals einigten sich Regierung und Grosser Rat darauf, die Berner Fachhochschule künftig nur noch in Biel und Bern anzusiedeln. Burgdorf sollte als Kompensation eben die Technische Fachschule Bern und das TecLab erhalten.

Ende 2016 war Verunsicherung aufgekommen, als die Fachhochschul-Leitung ankündigte, ihr Departement Wirtschaft, Gesundheit und Soziale Arbeit organisatorisch aufteilen zu wollen. Jenes Departement hatte im heftigen Kampf um die Standortkonzentration eine wichtige Rolle gespielt. Es müsse eine Einheit bleiben, hiess es während des Kampfs.

nik/sda

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