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Grosser Rat lehnt Plafonierung der Studiengebühren ab

Der Kanton Bern soll einen gewissen Spielraum behalten, um die Gebühren an seinen drei Hochschulen erhöhen zu können.

Studiengebühren: Die Obergrenze von 750 Franken wurde abgelehnt.
Studiengebühren: Die Obergrenze von 750 Franken wurde abgelehnt.
zvg

Der Kanton Bern soll einen gewissen Spielraum behalten, um die Gebühren an seinen drei Hochschulen erhöhen zu können. Der Grosse Rat hat am Montag einen Vorstoss der Grünen abgelehnt, der eine Obergrenze von 750 Franken pro Semester festlegen wollte.

Das Kantonsparlament schickte den Vorstoss mit 103 Ja- zu 34 Nein-Stimmen bachab. Für die Motion sprach sich neben den Grünen auch die SP-Fraktion aus. Es genüge, dass der Kanton aus Spargründen die Studiengebühren an der Universität, an der Fachhochschule und an der Pädagogischen Hochschule per 2012 von 600 auf 750 Franken erhöht habe, gaben die Befürworter zu bedenken.

Eine weitere Erhöhung wäre für weniger Begüterte nicht verkraftbar und ein falsches Signal an den Bildungsstandort Bern. Studiengebühren seien neben Lebenshaltungskosten der grösste Posten im Monatsbudget von Studierenden, sagte Motionärin Natalie Imboden (Grüne/Bern).

Studierende enttäuscht

Doch die Ratsmehrheit wollte die gesetzlichen Grundlagen nicht ändern, die dem Kanton heute bei den Studiengebühren eine Bandbreite bis zu 1000 Franken ermöglichen. Selbst die maximale Ausschöpfung der Gebühr würde niemanden vom Studieren abhalten, sagte namens der SVP-Fraktion Lars Guggisberg (Kirchlindach).

Und sonst gebe es ja immer noch die Möglichkeit, Stipendien zu beantragen. Auch der Regierungsrat empfahl Ablehnung des Vorstosses. Er verstehe zwar den Unmut der Studierenden über Gebührenerhöhungen, versicherte der grüne Erziehungsdirektor Bernhard Pulver.

Aber es sei angesichts der finanziellen Lage des Kantons Bern richtig, die Bandbreite im Gesetz zu belassen. Derzeit sei für die nächsten Jahre aber keine weitere Erhöhung der Studiengebühren geplant, sagte Pulver.

Die StudentInnenschaft der Universität Bern (SUB) zeigte sich am Montag in einer Reaktion enttäuscht vom grossrätlichen Entscheid. Die Legislative habe es verpasst, ein Bekenntnis zur Chancengleichheit beim Zugang zu den Berner Hochschulen abzulegen, schreibt die SUB in einem Communiqué.

SDA/js

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