Grosser Rat lehnt Mindestpensenfür Lehrer ab

Lehrpersonen im Kanton Bern dürfen weiterhin auch ­weniger als zehn Lektionen pro Woche unterrichten.

Mit 80 zu 54 Stimmen lehnte der Grosse Rat die Einführung von Mindestpensen für Lehrerinnen und Lehrer an der Volksschule ab (Symbolbild).

Mit 80 zu 54 Stimmen lehnte der Grosse Rat die Einführung von Mindestpensen für Lehrerinnen und Lehrer an der Volksschule ab (Symbolbild).

(Bild: Keystone)

Schliesslich war die Abstimmung klarer, als die vorangehende Debatte es erahnen liess. Mit 80 zu 54 Stimmen lehnte der Grosse Rat in der letzten Abstimmung am Dienstag die Einführung von Mindestpensen für Lehrerinnen und Lehrer an der Volksschule ab. Dies, obwohl Annegret Hebeisen-Christen (SVP, Münchenbuchsee) ihren Vorstoss Anfang der Debatte von einer Motion zu einem Postulat umwandelte. Der Regierungsrat hätte die Einführung also bloss prüfen müssen und nicht verbindlich einführen.

Hebeisen-Christen und ihre Mitunterzeichner aus FDP und GLP priesen die Einführung von Mindestpensen als sinnvolle Massnahme gegen den akuten Lehrermangel im Kanton Bern an. «Auch viele Firmen weisen einen Mindestanstellungsgrad von 40 Prozent aus», so die SVP-Frau. Ihr Vorstoss hätte zur Folge gehabt, dass keine Lehrperson weniger als zehn Lektionen pro Woche hätte unterrichten dürfen.

Letztlich fanden jedoch die Worte von Erziehungsdirektorin Christine Häsler (Grüne) mehr Gehör. «Der Vorschlag greift in die Autonomie der Gemeinden ein», warnte sie. Diese Argumentation bewog schliesslich sogar manche SVPler dazu, gegen den Vorstoss ihrer Parteikollegin zu stimmen.

qsc

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