Ihr Browser ist veraltet. Bitte aktualisieren Sie Ihren Browser auf die neueste Version, oder wechseln Sie auf einen anderen Browser wie ChromeSafariFirefox oder Edge um Sicherheitslücken zu vermeiden und eine bestmögliche Performance zu gewährleisten.

Zum Hauptinhalt springen

«Gott sei Dank gibt es Vorstadtgärtli»

Kurt Schär (54), Oberaargau: Als Erster trifft Kurt Schär im Restaurant Zunft zu Webern in der Berner Altstadt ein. Der KMU-Unternehmer aus Roggwil hat die Firma Flyer aufgebaut und 15 Jahre lang geführt. Vor fünf Jahren stieg er aus und konzentriert sich seither auf Verwaltungsratsmandate von Firmen, die er gegründet hat. Dazu gehören die Herzroute oder das Milano Nord in Burgdorf, aber auch Bern Welcome, eine Walsersiedlung im Sarganserland sowie Industrie- und Gastrobetriebe. Der Grünliberale engagiert sich als Stiftungsrat bei der Stiftung WBM Madiswil, einer Behindertenwerkstätte. Mit seiner Frau hat er die Stiftung Taunerhaus Roggwil gegründet und das Hochstudhaus umgenutzt, die letzte Räucherei im Oberaargau. Hier bäckt er selbst Holzofenbrot. Kurt Schär ist Vater von vier Kindern und Grossvater.
Christoph Trummer (41), Frutigen-Niedersimmental: Christoph Trummer ist hauptsächlich Musiker und stammt aus Frutigen, lebt aber schon länger in Bern und Umgebung, aktuell in Bolligen. Dem Land ist er jedoch noch sehr verbunden. Er schreibt Kolumnen für den «Frutigländer» und vermittelt da zwischen Stadt und Dorf. Heute schreibt er seine Songs in Mundart, früher waren seine Texte englisch. Seine Musik ist für ihn «lebensbegleitend», er greift auf, was ihn persönlich inspiriert. Dabei hat er auch schon Migrationsthemen aufgenommen. Ursprünglich ist der 41-Jährige Lehrer, arbeitet aber schon lange nicht mehr auf diesem Beruf. Er ist neben der Musik 40 Prozent als politischer Leiter angestellt bei Sonart, dem Berufsverband der freischaffenden Musiker und Musikerinnen in der Schweiz. Er ist Vater einer zweijährigen Tochter.
Stephanie Wyss (22), Bern-Mittelland: Als Letzte parkiert Stephanie Wyss ihr Velo vor der Zunft zu Webern und betritt das Ratszimmer. Die 22-Jährige studiert in Freiburg Soziologie und Umweltwissenschaften. Sie arbeitet in einem veganen Restaurant, der Swing Kitchen beim Berner Bubenbergkino. Burger und Wraps stehen dort auf der Menükarte. In ihrer Freizeit engagiert sie sich im Klimastreik mit Fokus auf Bern, aber auch national: Sie ist aktiv beim Thema Finanzplatz und hilft mit beim Climate Action Plan. Im Rahmen dieses Plans arbeitet sie zusammen mit Expertinnen und Experten konkrete Massnahmen aus, wie man die Schweiz auf netto null bringen kann. Sie hat ein Praktikum im Asylbereich gemacht und engagiert sich auf freiwilliger Basis. Sie stammt aus Hinterkappelen.
1 / 4

Migration war einige Jahre ein omnipräsentes Thema. Nun wurden Asylzentren geschlossen, es ist ruhiger geworden. War das bloss ein Hype-Thema?