Geschlechter-Gleichstand statt Frauenmehrheit

Der Kanton Bern stellt nun doch keine Frauenmehrheit im Nationalrat. Weil Heinz Siegenthaler bei der BDP für Beatrice Simon nachrutscht, sind die Geschlechter gleichermassen vertreten.

Kurzzeitig abgewählt und nun doch wieder Nationalrat: Heinz Siegenthaler erbt den Sitz von Beatrice Simon.

Kurzzeitig abgewählt und nun doch wieder Nationalrat: Heinz Siegenthaler erbt den Sitz von Beatrice Simon.

(Bild: Franziska Rothenbühler)

Für Beatrice Simon (BDP), die Regierungsrätin bleiben will, rutscht nun Parteikollege und erster Ersatzmann Heinz Siegenthaler in den Nationalrat nach. In der Berner Abordnung herrscht damit Geschlechter-Gleichstand. Zum Fifty-fifty tragen auch die Kleinparteien bei, die je einen Sitz aufweisen: Eine Frau bei der EVP und ein Mann bei der EDU.

1979 war es die Freisinnige Geneviève Aubry aus dem Berner Jura, die als erste Frau aus dem Kanton Bern im Nationalrat Platz nahm. 2015 lag der Frauenanteil noch bei 40 Prozent, 2011 bei 42,3 Prozent.

Am Sonntagabend dann zählte die Berner Abordnung 13 Frauen und 11 Männer. Eine der neu gewählten Nationalrätinnen: Beatrice Simon. Die volksnahe Regierungsrätin kandidierte ebenfalls für den Ständerat, wo sie aber am Sonntag deutlich unter den Erwartungen blieb.

Am Dienstag gab sie schliesslich bekannt, dass sie sowohl auf das Rennen um einen Ständeratssitz, als auch auf ihr Mandat im Nationalrat verzichtet und in der Berner Regierung bleiben will.

Mit Simons Verzicht auf das Nationalratsmandat rutscht mit Heinz Siegenthaler wieder ein Mann nach. Sollte es Grünen-Nationalrätin Regula Rytz im zweiten Wahlgang gelingen, ein Ständeratsmandat zu ergattern, würde für sie Natalie Imboden in den Nationalrat einziehen.

sda/bey

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