Geld für Schutz von Pfahlbauten im Bielersee

Sutz-Lattrigen

Der Regierungsrat des Kantons Bern spricht rund 650'000 Franken, um die 4750 Jahre alte Pfahlbauersiedlung im Bielersee vor Erosion zu schützen.

Die Tauchbasis oberhalb der Pfahlbauersiedlung in Sutz-Lattrigen.

Die Tauchbasis oberhalb der Pfahlbauersiedlung in Sutz-Lattrigen.

(Bild: Archiv/Urs Baumann)

Der bernische Regierungsrat hat einen Kredit von 658'000 Franken bewilligt für den Erosionsschutz von Pfahlbauten im Bielersee vor Sutz-Lattrigen. Die rund 4750 Jahre alte Siedlung gehört zum Unesco-Welterbe.

Ein Teil der prähistorischen Pfahlbauten muss mit baulichen Massnahmen vor Erosion geschützt werden, wie die bernische Erziehungsdirektion am Donnerstag mitteilte. Der archäologische Dienst des Kantons Bern plant, die Stelle unter Wasser zu überdecken und das Ufer zu stabilisieren.

Eine Rettungsgrabung unter Wasser würde laut Erziehungsdirektion ein Vielfaches der Schutzmassnahmen kosten und dem Schutzziel des Welterbes entgegenstehen.

Die Pfahlbauten bei Sutz-Lattrigen gelten als seltenes Zeugnis von an Seeufern sesshaft gewordenen Menschen. Entdeckt wurden sie, als Ende des 19. Jahrhunderts die Spiegel der drei Jurarandseen abgesenkt wurden.

mb/sda

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