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Flüchtlinge sollen Bauern werden

In der Schweiz haben Flüchtlinge heute kaum Karriereperspektiven. In Bern landen über 90 Prozent von ihnen in der Sozialhilfe. Dabei gäbe es Branchen, die Arbeitskräfte für niederschwellige Arbeiten suchen – etwa die Landwirtschaft.

In Eritrea hatte es Jonas Rustom vor allem mit Orangen und Mandarinen zu tun. In der Schweiz werden es andere Früchte und Gemüse sein.
In Eritrea hatte es Jonas Rustom vor allem mit Orangen und Mandarinen zu tun. In der Schweiz werden es andere Früchte und Gemüse sein.
Nicole Philipp

In seiner alten Heimat Eritrea arbeitete Jonas Rustom auf einem Bauernbetrieb. «Orangen, Mandarinen, Tomaten, Zwiebeln», der 32-Jährige zählt auf, was es da alles so gab. «Und Kühe», fügt er lachend hinzu. Rustom steht zwischen Gurkenpflanzen im Gewächshaus der Firma Bösiger in Niederbipp.

Draussen weht die Bise, aber drinnen ist es schülwarm. Schweissperlen rinnen von seiner Stirn. Mit sieben anderen Flüchtlingen zieht er Holzstäbchen aus der Erde, welche die Gurkenpflanzen fixierten, als sie noch klein waren. Es ist ein Vorgeschmack auf den Arbeitsalltag, den sie hier erwarten würde.

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