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FDP wählt den Alleingang ohne die SVP

Bei den anstehenden National- und Ständeratswahlen wird die bernische FDP keine Listenverbindung mit der SVP eingehen.

Die FDP habe mit verschiedenen bürgerlichen Parteien Gespräche geführt. Nur die SVP wäre aber für eine Allianz offen gewesen, sagt Stefan Nobs, Parteisekretär der bernischen FDP. (Archivbild)
Die FDP habe mit verschiedenen bürgerlichen Parteien Gespräche geführt. Nur die SVP wäre aber für eine Allianz offen gewesen, sagt Stefan Nobs, Parteisekretär der bernischen FDP. (Archivbild)
Adrian Moser

Die kantonale Parteileitung der bernischen FDP hat sich am Donnerstagabend entschieden, ohne Verbündete in die National- und Ständeratswahlen vom 20. Oktober zu steigen. Wie schon vor vier Jahren geht die FDP damit keine Listenverbindung mit der SVP ein. Deren Parteipräsident Werner Salzmann hat sich erfolglos für einen bürgerlichen Schulterschluss eingesetzt.

In einem Communiqué erklärt die FDP-Parteileitung, eine Analyse habe ergeben, dass eine Listenverbindung aus arithmetischer Sicht weder der FDP noch der SVP einen Mehrwert bringe. Mit dem Verzicht könne man garantieren, dass Wählerstimmen wirklich der FDP zugutekommen.

Die Parteileitung gibt sich überzeugt, dass man gemeinsam mit den Jungfreisinnigen einen dritten Nationalratssitz und mit Nationalrätin Christa Markwalder einen Ständeratssitz erobern könne. Parteisekretär Stefan Nobs bestätigte am Donnerstag auf Anfrage, dass die FDP mit verschiedenen bürgerlichen Parteien Gespräche geführt hat, nur die SVP sei aber für eine Allianz offen gewesen.

Listenverbindungen können bei der Ausmarchung um sogenannte Restmandate die entscheidenden Stimmen für einen Sitzgewinn bringen. Die SVP hat 2015 über ein Restmandat knapp einen neunten Nationalratssitz geholt. Eine Allianz mit der FDP hätte dessen Verteidigung womöglich erleichtert.

Zwei Listenverbindungen stehen für die Wahlen schon fest. Jene von SP und Grünen sowie diejenige der Mitteparteien BDP, CVP, GLP und EVP mit der Piratenpartei.

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