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Fast 4000 Blitze und murmelgrosse Hagelkörner

Am Montagabend zog ein kräftiger Hagelsturm über Spiez hinweg. Zahlreiche Autos wurden beschädigt. Während des Gewitters entluden sich fast 4000 Blitze über dem Kanton Bern.

flo/ske/bpm/sda
Dieser Garten ist mit Hagelkörnern übersät.
Dieser Garten ist mit Hagelkörnern übersät.
Stephan Dietrich
Rund eine Viertelstunde dauerte der Hagelsturm.
Rund eine Viertelstunde dauerte der Hagelsturm.
Jürg Spielmann
Zum Hagel wehte ein starker Wind; es blitzte und donnerte.
Zum Hagel wehte ein starker Wind; es blitzte und donnerte.
Jürg Spielmann
Dieser Blitz scheint fast aus dem Niesen zu entspringen.
Dieser Blitz scheint fast aus dem Niesen zu entspringen.
Leserreporter
Das Gewitter sorgte nach den letzten heissen Tagen für Abkühlung.
Das Gewitter sorgte nach den letzten heissen Tagen für Abkühlung.
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Murmelgrosse Hagelkörner sind auf den Bildern, welche unsere Redaktion erreichten, zu sehen. Am Montagabend kurz vor 20 Uhr begann es in Spiez kräftig zu hageln. Starke Windböen, Blitz und Donner begleiteten das Wetterspektakel. Rund eine Viertelstunde lang dauerte der Spuk, dann zog das Gewitter weiter.

Die Hagelkörner prasseln nur so nieder. Video: Jürg Spielmann

Die Apfel- und anderen Obstbäume der Spiezer Bauernfamilie Martin und Therese Peter-Baur blieben vor Hagelschäden verschont. «Vor zwei Wochen hat es auch stark gehagelt, wodurch einige der Schutznetze beschädigt wurden», berichtet Therese Peter. Inzwischen konnten die Landwirte die Netze wieder instandstellen. Die Hagelschutznetze installieren Peters jeweils im Frühjahr vorsorglich.

Ob die Plantagen der Rebbaugenossenschaft Spiez Schäden erlitten haben, steht noch nicht fest. «Dies dürfte wohl erst im Verlaufe des Mittwochs quantifizierbar sein», sagt Matthias Rindlisbacher, Präsident der Rebgesellschaft Thunersee auf Anfrage.

Autos beschädigt

Ein etwas anderes Bild zeichnet die Mobiliar-Versicherung: Sie geht schweizweit von einer Schadenssumme von bis zu einer Million Franken aus. So seien zwischen Thun und Interlaken zahlreiche Autos beschädigt worden.

Das Unwetter habe eindrücklich gezeigt, warum Hagel hierzulande nach Hochwasser die zweitteuerste Naturgefahr sei. «Einige Minuten genügen, um hohe Schäden zu verursachen.» Um die Warnung zu verbessern, unterstütze die Mobiliar bekanntlich die Forscher der Uni Bern mit einem weltweit einzigartigen Hagelmessnetz.

Wasser in Kellern

Über dem Kanton Bern entluden sich von Montagabend bis Dienstagmorgen fast 4000 Blitze. Dennoch überstand die Region Bern das Unwetter laut der Kantonspolizei Bern weitestgehend unbeschadet: Sie erhielt acht Meldungen zu Unwetterschäden, wie sie am am Dienstagmorgen auf Anfrage mitteilte.

Blitzeinschlag über dem Niesen. Bild: Leserreporter
Blitzeinschlag über dem Niesen. Bild: Leserreporter

Die Schadensmeldungen hätten vor allem Gegenstände auf Fahrbahnen oder Wasser in Kellern betroffen. So sei etwa in Hondrich bei Spiez ein Baum auf die Strasse gestürzt. Ein Blitzeinschlag wurde aus Oberbipp gemeldet.

Auch wenn die Temperaturen in der Gewitternacht sanken, ist die Hitzewelle ist noch nicht vorüber: Am Dienstag werden wieder rund 26 Grad erwartet.

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