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Es trifft die Falschen – und ist doch richtig

Sozialhilfebezüger sind in nicht auf Rosen gebettet. Dennoch muss man den Entscheid ihnen weniger Geld zu bezahlen, nicht bedauern. Ein Kommentar von Nachrichtenchef Adrian Zurbriggen.

Eine streng ideologische Debatte wars, die am Donnerstag im Grossen Rat um Ueli Studers Sozialhilfevorstoss tobte. Beide Lager argumentierten dabei unredlich. Der SVPler Studer – als Könizer Sozialvorsteher nah an der Materie – sagte, dass normalen Arbeitnehmern nach Abzug der Steuern «oft» weniger bleibt als Sozialhilfebezügern. Wahr ist: Es gibt diese Fälle – aber nicht oft. Darauf lässt eine Erhebung in Langenthal klar schliessen.

Die Linke argumentierte dagegen,dass der Ansatz für den Grundbedarf mit 6.70 Franken pro Tag beinahe unmenschlich tief liege. Wahr ist: Das trifft bei einem Vierpersonenhaushalt für eine Person zu. Die ganze Familie hat also viermal so viel zur Verfügung. In einem Einpersonenhaushalt gibt es gar 31 Franken pro Tag und Person. Nicht eingerechnet sind dabei die diversen Zulagen, welche zwei Drittel aller Bezüger erhalten.

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