Ein faules Buebetrickli

Bern

Der stv. BZ-Chefredaktor Adrian Zurbriggen zur kantonalen Initiative der JSVP gegen die Berner Reitschule.

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Adrian Zurbriggen@hollerazu

Die Verzweiflung muss gross sein bei der Jungen SVP. Da sorgt die Reitschule seit Jahren immer wieder für handfesten Ärger – doch die Stadtberner wollen ihr liebstes Sorgenkind einfach nicht loslassen. Fünfmal haben sie in den letzten Jahren und Jahrzehnten an der Urne deutlich Ja gesagt zur Reitschule.

Die Verzweiflung darob ist beim SVP-Nachwuchs so gross, dass man die eigene politische DNA kurzfristig verleugnet: Den Volkswillen akzeptieren? Ach. Die Gemeindeautonomie respektieren? Puh. Den Föderalismus wahren? Gerne ein andermal, aber nicht hier.

Mit ideologischer Elastizität haben die Schlaumeier um Erich Hess am Freitag eine kantonale Volksinitiativeaus dem Hut gezaubert um der unliebsamen, aber demokratisch legitimierten Reitschule den Garaus zu machen. Der Kanton soll der Stadt den Geldhahn zudrehen, wenn diese dem Treiben auf Grundstück 1226, Kreis II, kein Ende bereitet.

Das ist erstmal ein Murks. Aber vor allem ist dieses demokratiepolitisch faule Buebetrickli für Föderalismusturbos wie die SVP höchst unglaubwürdig.

Mail: adrian.zurbriggen@bernerzeitung.ch

Berner Zeitung

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