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«Dieses Anreizsystem in der Sozialhilfe ist eine Farce»

Die Berner Konferenz für Sozialhilfe will sich gegen die geplanten Kürzungen in der Sozialhilfe wehren. Als Anreizsystem würden diese Massnahmen nicht taugen, sagt Co-Präsident Daniel Bock. Anstatt fachlich werde rein finanziell argumentiert, kritisiert er.

Daniel Bock leitet die Abteilung Soziales in der Gemeinde Ostermundigen und ist Co-Präsident des Fachverbandes Berner Konferenz für Sozialhilfe, Kindes- und Erwachsenenschutz.
Daniel Bock leitet die Abteilung Soziales in der Gemeinde Ostermundigen und ist Co-Präsident des Fachverbandes Berner Konferenz für Sozialhilfe, Kindes- und Erwachsenenschutz.
Beat Mathys

Herr Bock, im Kanton Bern dürfte im Sozialbereich bald ein rauerer Wind wehen. Geplant ist, den Grundbedarf neuer Sozialhilfebezüger um 15 Prozent zu kürzen. Was sagen Sie als Co-Präsident der Berner Konferenz für Sozialhilfe dazu?Daniel Bock:Dieser Vorschlag ist erschreckend und kann nicht der richtige Weg sein. Die Politiker sind sich nicht im Klaren, was sie mit den Kürzungen auslösen. Der administrative Aufwand in den Sozialdiensten wird enorm sein. Es ist zudem stossend, dass alle Sozialhilfebezüger von Anfang an unter Generalverdacht gestellt werden, das System ausnutzen zu wollen.

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