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Die Sozialdetektive zählen Schuhe und Zahnbürsten

Sie schnüffeln von Amtes wegen in fremden Angelegenheiten: Die vier Berner Sozialinspektoren deckten im letzten Jahr 60 Fälle von Sozialhilfemissbrauch auf. Dafür zählen sie auch mal die ­Anzahl Zahnbürsten in einer Wohnung.

Sozialinspektoren überwachen im Kanton Bern verdächtige Sozialhilfeempfänger auch ohne deren Wissen.
Sozialinspektoren überwachen im Kanton Bern verdächtige Sozialhilfeempfänger auch ohne deren Wissen.
Fotolia

Häufig sind sie zwar nicht, aber es gibt sie, die Klischeefälle: Ein Mann aus dem Kanton Bern besitzt einen Mercedes, verschweigt Einkünfte in fünfstelliger Höhe und bezieht Sozialhilfe. Damit ihm niemand auf die Schliche kommt, fälscht er den Arbeitsvertrag, die Lohnabrechnungen und weitere Belege. Zudem gibt er im Sozialhilfeantrag an, gar kein Auto zu besitzen. Das alles ging für ihn so lange gut, bis der zuständige Sozialdienst misstrauisch wurde. Die Sozialinspektoren starteten eine Überwachung ohne dessen Wissen – dem Mann wurde aufgelauert, er wurde verfolgt, und es wurden Bildaufnahmen gemacht. Dank dieser Detektivarbeit bestätigte sich der ­Verdacht, der Mann wurde schliesslich angezeigt.

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