Die Debatte läuft – stimmen Sie weiter ab

Für die Idee eines Grossbern ist ein neues Gefühl der Zusammengehörigkeit zentral.

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Stephan Künzi

«Bern neu gründen» sei nicht einfach ein Fusionsclub. Das ist Christian Cappis wichtig. Der Wohlener sitzt im Vorstand der Lobbyorganisation, die sich ein Zusammenrücken im Raum Bern auf die Fahne geschrieben hat, und er sagt: Klar, in einer Zeit, in der sich Ostermundigen ernsthaft Gedanken über eine Fusion mit der Stadt Bern mache, rücke dieses Thema vermehrt ins Zentrum der Debatte. Umso wichtiger sei es, sich zu vergegenwärtigen, dass «Bern neu gründen» auch andere, längerfristige Ziele verfolge. Allem voran jenes, in der auf zwölf Gemeinden zerstückelten Agglomeration eine gemeinsame Identität zu schaffen, auf der sich in Zukunft weitere Schritte aufbauen liessen.

Für ein neues Zusammengehörigkeitsgefühl in der Region Bern hatte am Montag schon Co-Präsident Hannes Treier geworben. Er ist in Muri zu Hause, vertritt damit bei «Bern neu gründen» ebenfalls die Gemeinden aus dem Agglogürtel rund um die Stadt. Dass daraus irgendwann ein fusioniertes Grossbern herauswachse, sei sehr wohl denkbar, führte er im Interview mit der BZ aus, aber: Das heisse nicht, dass Bern einfach alle schlucken werde. Ihm schwebe vielmehr – Treier betonte es mit Nachdruck – ein Best-of aus den beteiligten Gemeinden vor. Mit tiefen Steuern wie in Muri, einer schlanken Verwaltung wie in Köniz und einem breiten Kultur- und Freizeitangebot wie in der Stadt Bern.

Diese Worte hätten ein durchwegs positives Echo ausgelöst, fasst Cappis die Reaktionen auf das Interview zusammen. Nun warte er gespannt darauf, wie die breite Bevölkerung ein engeres Zusammenrücken in der Region Bern sehe – genau: Ebenfalls am Montag hatte die BZ Sie, liebe Leserin, lieber Leser, dazu aufgerufen, sich zur Idee eines fusionierten Grossbern aus zwölf Gemeinden zu äussern (siehe Grafik).

Der Stimmungstest läuft weiter – wie stehen Sie dazu?
Nach wie vor können Sie hier Ihre Meinung kundtun. Denken Sie, dass sich die Stadt Bern mit den umliegenden elf Gemeinden zusammenschliessen soll? Oder macht die Fusion von Bern mit Ostermundigen Sinn? Stimmen Sie weiter ab, damit das Bild möglichst aussagekräftig wird. Wir freuen uns auf Ihr Votum.

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