Die BKW-Chefin kassiert 2 Millionen Franken

Suzanne Thoma hat im vergangenen Jahr eine kräftige Lohnerhöhung erhalten. Die Vergütung der BKW-Chefin stieg trotz durchzogenem Jahresergebnis um 56 Prozent.

Mit Blick auf das durchzogene Jahresergebnis rechtfertigt sich Suzanne Thomas kräftige Lohnerhöhung kaum.

Mit Blick auf das durchzogene Jahresergebnis rechtfertigt sich Suzanne Thomas kräftige Lohnerhöhung kaum.

(Bild: Adrian Moser)

Julian Witschi

2,031 Millionen Franken. So viel hat BKW-Chefin Suzanne Thoma letztes Jahr verdient. Das sind 730'000 Franken mehr als im Vorjahr. Das mehrheitlich dem Kanton Bern gehörende Unternehmen nennt dazu im am Dienstag publizierten Geschäftsbericht drei Gründe.

Erstens sei das Grundsalär um 20 Prozent erhöht worden, «um es einer marktüblichen Vergütung anzunähern». Thoma erhielt aber zum Beispiel 200'000 Franken mehr als Swisscom-Chef Urs Schäppi. Zweitens stieg die Vergütung in Aktien, «um die Interessen der Konzernleitung verstärkt an den Interessen der Aktionäre auszurichten».

Drittens stiegen die Vorsorgeleistungen deutlich von 169'000 auf 449'000 Franken. Dabei handelt es sich aber mehrheitlich um einmalige Nachzahlungen in die Pensionskasse.

Für die Vergütung der Konzernchefin ist ein Ausschuss des Verwaltungsrats zuständig, dem VR-Präsident Urs Gasche, Vizepräsident Hartmut Geldmacher und als Vertreter des Kantons Bern der ehemalige SP-Regierungsrat Andreas Rickenbacher angehören.

Mit Blick auf das durchzogene Jahresergebnis rechtfertigt sich die kräftige Lohnerhöhung kaum. Die BKW wuchs zwar mit 18 weiteren Übernahmen von Dienstleistungsfirmen. Das Aus für das AKW Mühleberg ist aber noch längst nicht erledigt.

Berner Zeitung

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