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Desinfektionsmittel beim Empfang - Kein Händeschütteln mehr

Viele Unternehmen im Kanton Bern prüfen im Zusammenhang mit der Schweinegrippe neue Regeln im Umgang mit Besuchern und Kunden.

Solche präventiven Massahmen hat etwa der Ovomaltine-Produzent Wander im bernischen Neuenegg bereits eingeführt.

Wer den Firmenhauptsitz der Wander AG besucht, wird am Empfang gebeten, die Hände mit Desinfektionsmittel zu besprühen. Diese und weitere Hygienemassnahmen gehören zur Präventionsstrategie des Unternehmens gegen eine allfällige Pandemie, wie Personalchef Markus Krienbühl erklärt.

«Wenn ich Ihnen nicht die Hand schüttle, ist es also nicht aus fehlendem Anstand», fügt er an. Neben der Wander AG verfolgen weitere Unternehmen im Kanton Bern die Entwicklung der Schweinegrippe genau. Sie haben Arbeitsgruppen gebildet, die sich täglich mit dem Virus A(H1N1) befassen.

Einschränkungen bei Rundgängen

Beim Schokoladenhersteller Camille Bloch im Berner Jura verzichtet zurzeit zwar kaum jemand auf das Händeschütteln. Einschränkungen gibt es hingegen für Besucher aus einem Risikoland, wie Sprecherin Sandra Biedermann sagt.

Wenn sich etwa eine Gruppe aus Mexiko für den Rundgang in der Fabrik interessiert, wird sie auf einen späteren Zeitpunkt vertröstet. Allerdings seien solche Situationen selten.

Beim Emmentaler Guetzlihersteller Kambly könnten sich zusätzliche Hygienemassnahmen für die Kunden des Fabrikladens oder Besucher der Verwaltung aufdrängen, wie Generalsekretär Rudolf Winzenried sagt.

Die meisten Unternehmen stützen sich auf die Empfehlungen des Bundesamts für Gesundheit. So auch die international tätige Nahrungsmittelgruppe Haco, bei der jeweils die Weisungen der örtlichen Gesundheitsbehörden gelten, wie Produktionsleiter Urs Eberhard sagt.

Im Haco-Werk in Malaysia etwa, müsse sich jeder Besucher die Temperatur messen lassen, fügt Eberhard an. Auf dem Hauptsitz im bernischen Gümligen ist das aber noch nicht nötig.

Auch die Berner Pharmagruppe Galenica prüft die Pandemiepläne ihrer Standorte, etwa ob und wie ein restriktiver Zugang zu einem Gebäude sichergestellt werden könnte. Die Standorte rüsten zudem ihre Bestände an Desinfektionsmaterial oder Schutzmasken auf.

Beratung hinter Plexiglas

Sollte sich die Situation verschärfen, müssten sich auch Bankkunden auf einen neuen Umgang einstellen. So würden die offenen Schalter mit Plexiglasscheiben ausgestattet, wie Hanspeter Merz von der Berner Kantonalbank sagt.

Auch die Jungfraubahnen prüfen die Regeln für den Kundenkontakt, auch wenn noch keine neuen Massnahmen vorliegen. Wie Sprecher Simon Bickel erklärt, steht ein Team mit einem Arzt in Kontakt, der das Unternehmen berät. Dieses Vorgehen hat sich für die Jungfraubahnen schon seinerzeit bei der Vogelgrippe bewährt.

SDA/js

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