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Der Kanton trägt die Sanierung des Stadttheaters mit

Der letzte grosse Brocken für die Sanierung des Berner Stadttheaters ist da: Der Grosse Rat hat dem Kantonsanteil von 19,5 Millionen Franken klar zugestimmt.

Bereit für den Umbau: Nach Ostern 2015 geht im Stadttheater der Umbau los – und  im dritten Rang ist mit aufgewirbeltem Staub zu rechnen.
Bereit für den Umbau: Nach Ostern 2015 geht im Stadttheater der Umbau los – und im dritten Rang ist mit aufgewirbeltem Staub zu rechnen.
Urs Baumann
Berns Stadttheater vor der Sanierung: Die Sanierung dürfte länger in Anspruch nehmen als geplant.
Berns Stadttheater vor der Sanierung: Die Sanierung dürfte länger in Anspruch nehmen als geplant.
Peter Klaunzer, Keystone
Der neue Eingangsbereich des Berner Stadttheaters mit einem zentralen Korpus, der auch eine Bar ist.
Der neue Eingangsbereich des Berner Stadttheaters mit einem zentralen Korpus, der auch eine Bar ist.
zvg
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Am Ende dieser Inszenierung hätte Stephan Märki sicher gerne geklatscht: Der Direktor von Konzert Theater Bern verfolgte gestern von der Tribüne im Rathaus mit, wie das Parlament dem Kantonsanteil für die Sanierung des Berner Stadttheaters deutlich zustimmte. Der letzte grosse Brocken – 19,5 Millionen Franken – ist damit im Trockenen. Über die Hälfte des Kantonsbeitrags fliesst aus dem Lotteriefonds, der Rest sind ordentliche Staatsmittel. Das war für einige bürgerliche Grossratsmitglieder nach der Spardebatte (Seiten 12 und 13) zu viel Geld am falschen Ort investiert. «Das Gebäude gehört der Stadt Bern. Das heisst, sie ist verantwortlich für die Sanierung», sagte Moritz Müller (SVP, Bowil).

Nur unter Auflagen wollte die EVP den Kredit bewilligen. Hans Kipfer (Thun) stellte den Antrag, den Kantonsbeitrag an die Betriebskosten des Theaters ab Juli 2015 um 5 Prozent zu kürzen. Die Begründung: Sei das Theater saniert, werde der Betrieb einfacher und damit günstiger. Mit dieser Verknüpfung von Sanierungsprojekt und Betriebskosten war aber eine deutliche Mehrheit im Rat nicht einverstanden.

Vor allem Grossrätinnen und Grossräte aus der Stadt und Agglomeration Bern machten sich für das Stadttheater stark und betonten, wie dringend die Sanierung sei. «Ein derart bedeutendes Kulturgut wie das Stadttheater darf man nicht verlottern lassen», sagte Luc Mentha (SP, Köniz). Die Sanierung sei «ein Generationenauftrag», fand Thomas Brönnimann (GLP, Köniz). Und der freisinnige Beat Giauque (Ittigen) betonte, wie wichtig das Stadttheater für die Attraktivität der ganzen Region Bern sei. Mehrfach kritisiert wurde, dass sich nicht alle Gemeinden an der Sanierung beteiligen. Der Grosse Rat befürwortete den Kantonsanteil von 19,5 Millionen klar mit 85 zu 38 Stimmen. Nach dem Ja der Berner Stimmberechtigten zum städtischen Beitrag von 19,05 Millionen ist damit der grösste Teil beisammen. Für die Sanierung ist ein Kostendach von 45 Millionen festgelegt worden. Die Gemeinden werden 3,2 bis 3,3 Millionen beisteuern. Im Dezember entscheidet die Burgergemeinde Bern über weitere 5 Millionen Franken.

«Aufs Herzlichste» bedankte sich Stephan Märki im Namen aller Stadttheater-Mitarbeitenden für die Unterstützung. «Damit wird der hohe Stellenwert von Theater und Orchester für die Hauptstadtregion bestätigt.»

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