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«Das Gurlitt-Erbe wird uns fordern»

Die Vereinbarung der Stiftung Kunstmuseum Bern mit Deutschland und Bayern hat für den Kanton Bern keine unmittelbaren Kostenfolgen. Steuergelder könnten aber etwa bei der geplanten Einrichtung einer Forschungsstelle fliessen.

«Das Erbe wird uns fordern, aber wir erhalten eine historische Chance», so Erziehungsdirektor Bernhard Pulver am Montag in Berlin (Archivbild).
«Das Erbe wird uns fordern, aber wir erhalten eine historische Chance», so Erziehungsdirektor Bernhard Pulver am Montag in Berlin (Archivbild).
Andreas Baltter

Erziehungsdirektor Bernhard Pulver sagte am Montag in Berlin, der Kunstplatz Bern werde sich der Verantwortung stellen, die mit der Sammlung Gurlitt einhergehe. «Das Erbe wird uns fordern, aber wir erhalten eine historische Chance.»

Selbst wenn belastete Werke niemals in die Schweiz gelangten, werde sich das Kunstmuseum für solche Fragen weiter sensibilisieren. Als «ganz zentral» bezeichnete Pulver dabei den Entscheid des Stiftungsrates, in Bern eine Forschungsstelle einzurichten.

Diese soll privat finanziert werden. Laut Pulver liegen Zusagen von Mäzenen vor. Zudem werde nach Drittmitteln gesucht. Pulver schloss aber am Montag nicht aus, dass der Kanton Bern finanziell etwas zuschiessen müsse.

Er hoffe sehr, dass alle interessierten Kreise den Mut des Kunstmuseums würdigen, indem sie unterstützend mitarbeiteten, sagte Pulver weiter. Dies mit dem gemeinsamen Ziel, die noch offenen Fragen möglichst rasch zu klären.

Kantonsparlament gegen vorsorgliches Njet

Das Berner Kantonsparlament hat nicht von vorneherein ausgeschlossen, dass bei einer Übernahme der Gurlitt-Sammlung Steuergelder eingesetzt werden. Der Grosse Rat lehnte im September einen Vorstoss ab, der vorsorglich verhindern wollte, dass die Regierung Steuer-, Lotteriegelder oder personelle Ressourcen in die Angelegenheit investiert.

Pulver wies bereits damals die Gefahr finanzieller Abenteuer als unbegründet zurück, da das Museum die Risiken sehr sorgfältig abwäge. Zudem würde es beim allfälligen Einsatz öffentlicher Mittel «nicht um Riesensummen» gehen, betonte der Regierungsrat in der Parlamentsdebatte.

SDA/sih

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