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Bauern fordern Regeln für den Umweltschutz

Verena Zürcher (52), Emmental:«Lehrerin, Rangerin, Verlegerin und Autorin» notiert Verena Zürcher auf die Frage nach ihren Berufen: Vielseitig ist sie, die 52-jährige Emmentalerin. Aufgewachsen als Jüngstes von zehn Kindern auf einem Bauernhof in Trub, absolvierte sie den Semer und wurde Lehrerin. Nach ein paar Jahren sei sie in den  Journalismus abgedriftet, erzählt die Mutter eines 15-jährigen  Sohnes. Als der zur Welt kam, machte sich Zürcher selbstständig. Seither verlegt sie Bücher und schreibt weiterhin selbst. Seit zehn Jahren bringt sie das Magazin «Lebenslust  Emmental» heraus. Vor zwei Jahren liess sich Zürcher zur  Rangerin ausbilden, «weil mich das ganze Umweltzeugs  interessiert». Als Klassenlehrerin unterrichtet sie eine  Gesamtschule mit regelmässigen Naturtagen.
Toni von Grünigen (56), Obersimmental-Saanen: Hoch über Gstaad betreibt Toni von Grünigen mit seiner Familie einen traditionellen Bergbetrieb. In der Abgeschiedenheit der  Bäuert Turbach ist der 56-jährige Saaner aufgewachsen, hier lebt er auch heute mit seiner Frau und den beiden Söhnen – einer absolviert den Gymer, der andere das KV. Vor 24 Jahren hat der Landwirt den 20-Hektaren-Betrieb mit 15 Kühen und Jungvieh auf Bio umgestellt. Im Sommer gibt er die Kühe auf die  Alp. Seit drei Jahren ist von Grünigen Gemeindeoberhaupt in einem 70-ProzentPensum. Seine Worte wählt der Saaner mit Bedacht, seine Positionen vertritt er am Stammtisch in der Könizer Haberbüni gewählt. Die grosse Sorge des SVP-Mannes an diesem Abend: dass er den letzten Zug kurz nach 20 Uhr noch erwischt.
Fritz Ruchti (68), Seeland:Mit Verspätung stösst Fritz Ruchti zur Runde dazu. «Grossräte wissen ja nie, was für Termine sie haben», flachst er, doch dem 68-jährigen SVPler ist nicht zum Lachen zumute. Seine digitale Agenda hat beim Synchronisieren seine Termine gelöscht. Der pensionierte Landwirt aus Seewil, dem obersten Teil des Seelands, hat sich als  Tätschmeister des Lyssbachstollens verdient gemacht. Er ist verheiratet und hat drei Söhne: Einer ist Landwirt, einer Captain bei Emirates, der andere Flugzeugmechaniker. Auch der dritte Sohn hebt ab und zu ab – mit dem Gleitschirm. «Unser ganzes Vermögen ist in der Luft», pflegt Ruchti zu sagen. Den 63 Hektaren grossen Landwirtschaftsbetrieb mit Kühen, Schweinen und Zuckerrüben übergaben er und seine Frau an den Sohn.
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