Claudine Esseiva politisiert am weitesten weg von ihrer Partei

Eine Smartvote-Auswertung zeigt: Nicht alle Berner Ständeratskandidaten vertreten die Positionen ihrer Partei gleich gut.

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Die Ansichten der Berner Ständeratskandidaten weichen teils erheblich vom jeweiligen Parteidurchschnitt ab. Gemäss einer Auswertung von Smartvote politisiert Claudine Esseiva am weitesten weg von der Parteilinie. Sie steht deutlich weiter links als der FDP-Durchschnitt. Weit von der eigenen Partei entfernt hat sich auch der bisherige Ständerat Werner Luginbühl (BDP). Im Gegensatz zu Esseiva politisiert er deutlich bürgerlicher als seine Partei und befindet sich am linken Rand der FDP. Weiter rechts als der Parteidurchschnitt ist Albert Rösti (SVP) zu verorten. Ebenfalls grosse Unterschiede zur Parteilinie zeigen sich bei Jorgo Ananiadis und Denis Simonet (beide Piraten).

Weniger stark weichen hingegen der Bisherige Hans Stöckli (SP) sowie Jürg Grossen (GLP) ab. Am ehesten auf Parteilinie politisieren Christine Häsler (Grüne) und Marianne Streiff (EVP).

Nicht ausgewertet wurden die Positionen der beiden Parteilosen Josef Rothenfluh und Bruno Moser.

Die Auswertung erfolgte aufgrund der Antworten auf einen Smartvote-Fragebogen. Auf die wichtige Achse «links–rechts» hatten Themen wie der Bau der zweiten Gotthardröhre, Steuersenkungen auf Bundesebene oder die Verschärfung des Jugendstrafrechts einen Einfluss. Für die Einordnung der Ständeratskandidaten auf der Achse «liberal–konservativ» spielten Ansichten zu Personenkontrollen an der Grenze oder zur Aufhebung von Importerleichterungen für Lebensmittel eine Rolle.

Berner Zeitung

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