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Christine Häsler soll für Grüne Ständeratssitz erobern

Die Grünen decken als Erste ihre Karten auf für den Ständeratswahlkampf auf. Der Vorstand empfiehlt Grossrätin Christine Häsler fürs rot-grüne Ticket.

Christine Häsler will für die Grünen ins Stöckli. Gegen den Bisherigen Hans Stöckli (SP) dürfte sie jedoch chancenlos sein.
Christine Häsler will für die Grünen ins Stöckli. Gegen den Bisherigen Hans Stöckli (SP) dürfte sie jedoch chancenlos sein.
Andreas Blatter
Nur wenig Differenz zur Partei
Nur wenig Differenz zur Partei
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Beruflich ist sie als Leiterin Kommunikation der Kraftwerke Oberhasli (KWO) tätig. Hier im Bild mit Simon Koller, CEO der Brienzer Rothorn Bahn.
Beruflich ist sie als Leiterin Kommunikation der Kraftwerke Oberhasli (KWO) tätig. Hier im Bild mit Simon Koller, CEO der Brienzer Rothorn Bahn.
Manuel Lopez
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Bei den kantonalen Wahlen im Frühjahr punktete Christine Häsler. Die Grossrätin wurde in ihrem Wahlkreis Interlaken-Oberhasli mit dem Bestresultat im Amt bestätigt, was im tief bürgerlichen Wahlkreis einem ausserordentlichen Vertrauensbeweis gleichkommt. Und für die Kantonalpartei war es ein Fingerzeig für den Ständeratswahlkampf im kommenden Jahr.

Der Vorstand empfiehlt den Delegierten, am 14.Oktober die Leiterin Kommunikation der KWO fürs Stöckli zu nominieren. Diese freut sich über die Anerkennung, dass eine urban verankerte Partei jemanden, der in Burglauenen wohnt und in Innertkirchen arbeitet, auf den Schild heben will.

Für Parteipräsident Blaise Kropf ist Häsler die logische Kandidatin. Strategisches Kalkül spielt aber ebenfalls mit: «Die Grünen haben auf dem Land noch ein beachtliches Entwicklungspotenzial», sagt er.

Rot-grünes Zweierticket

Bisher verpasste Häsler die Wahl in den Nationalrat. Dennoch ist sie überzeugt, dass sich auch ohne dieses Mandat genug Plattformen dafür bieten, sich ins Gespräch zu bringen: Häsler sitzt seit 2002 im Grossen Rat und präsidierte bis zu den Wahlen acht Jahre lang die Fraktion der Grünen. Sie dürfte 2015 wieder zusammen mit einem Sozialdemokraten antreten.

Sowohl Kropf wie SP-Kantonalpräsident Roland Näf wollen das bewährte Päckli schnüren. Wer die SP vertreten wird, ist allerdings noch offen. Näf hofft, dass Ständerat Hans Stöckli aus Biel erneut antritt, nachdem er der SVP vor vier Jahren den Sitz abjagen konnte.

Vorentscheidung bei der SVP

Bei der wählerstärksten Partei, der SVP, fallen dieser Tage Vorentscheide. Am Montagabend wurde Nationalrat Rudolf Joder vom Landesteilverband Mittelland-Süd zuhanden der SVP Mittelland nominiert.

Parteipräsident Werner Salzmann und Fraktionspräsident Peter Brand stellen sich voraussichtlich am Donnerstag den Delegierten der SVP Mittelland-Nord. Ob Ständerat Werner Luginbühl (BDP) wieder antritt, ist noch offen. Die FDP strebt eine eigene Kandidatur an.

(BZ)

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