Asylzentrum im Zieglerspital startet im Mai

Das frühere Bettenhochhaus des Berner Zieglerspitals steht dem Bund ab dem 1. Mai als Asylzentrum zur Verfügung. Das Durchgangszentrum im Hochfeld wird dafür geschlossen.

Ab Mai 2016 wird im ehemaligen Zieglerspital der Betrieb des Bundesasylzentrums aufgenommen.

Ab Mai 2016 wird im ehemaligen Zieglerspital der Betrieb des Bundesasylzentrums aufgenommen. Bild: Keystone

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Nun ist klar, wann aus dem ehemaligen Zieglerspital ein Bundesasylzentrum wird. Wie die Stadt Bern am Donnerstag mitteilte, steht das Bettenhochhaus dem Bund ab dem 1. Mai zur Verfügung. Der Betrieb ist auf acht Jahre befristet. Im Gegenzug wird die Zivilschutzanlage Hochfeld in der Länggasse Ende Mai geschlossen. Auf diesen Termin kündigte die Stadt den entsprechenden Mietvertrag mit dem Kanton, der das Hochfeld als Durchgangszentrum betreibt.

Berns Gemeinderat, insbesondere die zuständige Direktorin Franziska Teuscher (GB), hatte ein Ja zum temporären Bundesasylzentrum im Ziegler stets von der Schliessung des Hochfelds abhängig gemacht. Die unterirdische Anlage geriet in der Vergangenheit unter anderem wegen der hygienischen Zustände in die Kritik. Überraschender als die Schliessung des Hochfelds ist darum die Meldung, dass die Plätze im Durchgangszentrum Alte Feuerwehr Viktoria im Breitenrain ab diesem Sommer von 150 auf 100 reduziert werden sollen.

150 bis 350 Personen

Vorerst sollen im Ziegler 150 Personen untergebracht werden. Im Vollbetrieb ist dereinst eine Belegung mit bis zu 350 Personen vorgesehen. Wann dies der Fall sein wird, hängt laut Gemeinderat von den Umbauarbeiten ab. Im Moment sind im Renferhaus beim Ziegler 200 Asylbewerber in einem Durchgangszentrum des Kantons untergebracht. Diese Nutzung ist allerdings temporär und soll enden, wenn das Bundeszentrum in Betrieb ist.

Dieses soll gemäss den üblichen Rahmenbedingungen des Bundes betrieben werden. Für Familien, besonders verletzliche Personen und unbegleitete Minderjährige würden separate Bereiche und Schlafräume eingerichtet, teilt die Stadt mit.

Begegnungen zwischen der Bevölkerung und den Asylsuchenden sollen möglich und der Einsatz von Freiwilligen unterstützt werden, so die Stadt weiter. Entsprechend würden die Zeiten festgelegt, in denen die Bewohner das Zentrum verlassen dürfen. Auch sollen die Asylsuchenden an gemeinnützigen Beschäftigungsprogrammen der Stadt teilnehmen dürfen. Eine Begleitgruppe soll den Betrieb beobachten und Anliegen aus der Bevölkerung einbringen. Das Staatssekretariat für Migration erstellt ein den Gegebenheiten angepasstes Sicherheitskonzept. Auch eine 24-Stunden-Hotline ist geplant. Nach den acht Jahren als Asylzentrum will der Gemeinderat im Zieglerspital Wohnungen einrichten. (tma)

Erstellt: 17.03.2016, 19:17 Uhr

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