Bürgerliche Grossräte wehren sich gegen Tempo-30-Zonen

Mit einem Vorstoss wollen sieben Grossräte «flächendeckende» Tempo-30-Zonen auf Kantonsstrassen verhindern.

In Schönried haben sich im Rahmen einer öffentlichen Mitwirkung 70 Prozent für die Einführung einer Tempo-30-Zone auf der Kantonsstrasse ausgesprochen.

(Bild: Urs Bach)

Sieben Grossratsmitglieder, mehrheitlich aus der SVP, wehren sich gegen Tempo-30-Zonen auf Kantonsstrassen. Sie finden das Temporegime «sinnlos und verkehrsbehindernd». Der Regierungsrat hingegen verweist auf ein grosses Plus an Sicherheit.

Bei Tempo 30 sei die Wahrscheinlichkeit, dass ein angefahrener Fussgänger überlebt, sechsmal höher als bei Tempo 50, schreibt die Berner Kantonsregierung in ihrer am Montag veröffentlichten Antwort auf einen entsprechenden Vorstoss.

Zudem reduziere sich die Anzahl Unfälle bei Tempo 30 um gut die Hälfte im Vergleich zu Tempo 50. Diese Sicherheitsvorteile kämen letztlich allen Verkehrsteilnehmenden zugut.

Die Vorstösserinnen und Vorstösser räumen ein, dass Tempo-30-Zonen in Wohngebieten ihre Berechtigung haben. Auf stark befahrenen Durchgangsstrassen mache ein solches Temporegime aber keinen Sinn und führe zu unnötigen Verkehrsbehinderungen.

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